Pressenotizen
02.07.2010 - Anzeiger für das Oberfreiamt
Amore e Morte - Sommerserenade im Klosterhof: Musik Muri präsentiert die Verdi-Oper «La Traviata»
29.06.2010 - Der Freischütz
Eine grosse Oper und viele Gefühle an lauen Abenden
29.06.2010 - Wohler Anzeiger
Dramatischer Lebens- und Totentanz
29.06.2010 - Neue Zuger Zeitung + Neue Luzerner Zeitung
Sogar die Vögel pfiffen zur Oper - Vor beeindruckender Kulisse spielt die Musik Muri «La Traviata». Ein wahrer Sommernachtstraum.
04.05.2010 - Der Freischütz
Zwei Märchen mit instrumentaler Klangfarbe und lebendigen Spieltechniken präsentiert
04.05.2010 - Der Freischütz
Mit musikalischen Mitteln eine Geschichte erzählt - Ein Workshop für Schulklassen
04.05.2010 - Neue Zuger Zeitung + Neue Luzerner Zeitung
Und der böse Wolf landet im Zoo - In Muri feiert die Musik dieses Jahr Geburtstag - märchenhaft.
04.05.2010 - Wohler Anzeiger
Märchenhafte Musik
03.05.2010 - Aargauer Zeitung
Musikalische Familienpackung - Märchen im Doppelpack: die Musik Muri führte zwei Klassiker auf
30.04.2010 - Aargauer Zeitung
Musikgesellschaft ist nach 150 Jahren jugendlicher denn je
28.04.2010 - Neue Zuger Zeitung + Neue Luzerner Zeitung
Sie gehen keine Kompromisse ein -
Der Verein Musik Muri ist bekannt für seine ambitionierten Projekte. Zum runden Geburtstag setzt er noch einen drauf.
01.12.2009 - Der Freischütz
Fesselnde Musik in einer Mischung von klassischen und zeitgenössischen Techniken
01.12.2009 - Wohler Anzeiger
Hohes künstlerisches Niveau
24.11.2009 - Aargauer Zeitung
Ich bin selbst ein Don Quixote
05.05.2009 - Der Freischütz
Feurige Rhythmen, gewaltige Klänge und viele gefühlvolle Momente
05.05.2009 - Wohler Anzeiger
Mit Musik Emotionen transportieren
24.04.2009 - Der Freischütz
Bert Appermonts Kompositionen begleiten die Musik Muri auch in ihrem nächsten Auftritt
21.04.2009 - Der Freischütz
Die Musik Muri spielt am 2. und 3. Mai unterhaltsame Werke von George Gershwin
November 2008 - MATER AETERNA - Uraufführung für Soli, Chor und Blasorchester
Alle Presseberichte zu MATER AETERNA
29.05.2008 - Geschäftsblatt
Begeisterndes Konzert der MG Muri
27.05.2008 - Der Freischütz
Mit einer originellen Programmwahl einen mitreissenden Klangzauber geboten
27.05.2008 - Wohler Anzeiger
Lust geweckt auf mehr
26.05.2008 - Aargauer Zeitung
Das Blasorchester begeisterte mit einem Konzert zu Helden der Roman- und Musicalwelt
18.12.2007 - Der Freischütz
Asiatische Klangwelten in der Pfarrkirche
18.12.2007 - Wohler Anzeiger
Musikalisch die Welt bereist
17.12.2007 - Aargauer Zeitung
Reise durch fremde Klangwelten
11.12.2007 - Aargauer Zeitung
Sie pfeifen auf das Klischee des Blasmusikvereins
| 15.05.2007 - Der Freischütz |
Ein «Filmabend» ganz ohne Leinwand – dafür mit abwechslungsreicher Filmmusik
Konzert der Musikgesellschaft Muri mit mitreissenden Melodien aus der Filmszene
Mit unvergesslichen Melodien und beliebten Liedern aus der Filmszene begeisterte die Musikgesellschaft Muri am vergangenen Wochenende gleich zweimal seine Zuhörer am diesjährigen Frühlingskonzert im Festsaal Muri.
(jst) Die Musikgesellschaft Muri unter der Leitung von Karl Herzog lud dieses Jahr seine Freunde und Fans zu einem Filmmusikabend ein und begeisterte mit vielen beliebten und mitreissenden Melodien aus bekannten Filmen. Der Orchesterklang des Murianer Blasorchesters, in welchem schon seit Jah ren zwei Kontrabässe mitspielen, wurde dieses Jahr zusätzlich durch das Mitwirken eines Klaviers bereichert.
In die Welt des amerikanischen Filmschaffens entführt
Mit «Indiana Jones Selection» gelang der Musik Muri ein fulminanter Einstieg in die Filmmusik des amerikanischen Films. Auch ohne Leinwand gelang es den Musikantinnen und Musi kanten mit ihrem bewährten Dirigen ten, die Zuhörer mit rassigen Rhythmen, brillanten Klängen und ausgewogener Dynamik zu begeistern und sie mit den Schönheiten der amerikanischen Filmmusik bekannt zu machen.
Mit dem Filmtitel «Der mit dem Wolf tanzt» wagte sich das Blasorches ter Muri an die Musik eines Hollywood- Filmes von Kevin Costner. Der Film er zählt die Geschichte des amerikanischen Soldaten John Dubar, der im amerikanischen Bürgerkrieg verletzt und ausgezeichnet wurde. In dieser interessanten Komposition kam das weitere Leben des Soldaten, der sich auf einen Aussenposten im Indianergebiet versetzen lässt, sehr schön zum Ausdruck.
Der nächste Vortrag war dem legen dären Komiker Charlie gewidmet. Charles Spencer Chaplin war der geisti geVater einer Reihe unvergesslicher Fil me, in denen die Musik oft eine wichti ge Rolle spielte. Chaplin, der Geige und Cello spielte, bearbeitete die unter schiedlichsten Themen und entwickelte originelle Melodien, die Marcel Peetets für Blasorchester orchestrierte. Durch die gekonnt tolle Wiedergabe führte die Musik Muri den bekannten Komiker Charlie Chaplin in seinen Bewegungen geradezu ins Gedächtnis zurück.
In der «Forrest Gump Suite» von Alan Silvestri, der Musik einer US-amerikanischen Literaturverfilmung, über raschten die Oboen mit einer feinen Solomelodie und das Xylophon mit einer besonderen Einlage.
Nach dieser tollen Wiedergabe hatten die Ausführenden eine Pause verdient und sie genossen beim Apero die vielen Komplimente der begeisterten Musikfreunde.
Vom Märchenland bis zu den Piraten
Mit dem bekannten «Dschungelbuch», dem 19. abendfüllenden Zeichentrick film vonWalt-Disney-Studios, imArran gement von Marcel-Peeters ging es nachder Pause ins exotische Märchenland Indiens mit heftigem anglo-amerikani schem Einfluss und zauberhafter Musik von Robert und Richard Shermann. Besonders als die Melodie des wohl populärsten Songs, «Probiers mal mit Gemütlichkeit», von den Zuhörern wahrgenommen wurde, erheiterte sich manch Gesicht an diesem Abend.
Der grosse Regisseur Federico Fellini und auch Luchino Visconti beauftrag ten immer wieder den versierten Komponisten Nino Rota für ihre Filme. Er und Ennio Morricone prägten die Filmmusik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts massgeblich. Mit dem Arrangement von Marcel Peeters kamen die Freunde der Filmmusik in den Ge nuss von bekannten Melodien wie etwa «Der Pate», «La dolce vita» oder «La strada».
Mit der Filmmusik des amerikani schen Spielfilmes «Pirates of the Caribbean» oder «Fluch der Karibik» aus dem Jahre 2006 setzte die Musikgesellschaft Muri einen modernen wie auch fulminanten Schlusspunkt unter einen anspruchsvollen Konzertabend. Die Handlung des Filmes — noch während der Hochzeitsfeier werden Elizabeth Swann und Will Turner in Port Royal vor dem Ja-Wort von Lord Beckett, einem hochrangigen Repräsentanten der Britischen Ostindien-Handels-Gesellschaft, verhaftet — liess dem Dirigenten die Möglichkeit für eine dramatische Wiedergabe. Karl Herzog packte die Gelegenheit und sorgte zusammen mit sei nem grossen Blasorchester für eine hervorragende Interpretation, welche die Zuhörer mit einem mächtigen Applaus quittierten.
Begeisterter Applaus brachte zwei Zugaben
Mit einer Teilwiederholung der Piraten- Filmmusik und der James-Bond-Suite als Dreingabe verabschiedete sich die Musikgesellschaft Muri von ihrem treuen Publikum.
| 15.05.2007 - Wohler Anzeiger |
Musikvorführung erster Klasse
Musikgesellschaft Muri führte durch die Filmmusik der letzten Jahrzehnte
Der Festsaal des Klosters Muri wurde in ein Kino verwandelt. Statt eines Filmes erlebte das Publikum eine akustische Reise in die Musik bekannter Filme der letzten Jahrzehnte.
In weissen Grossbuchstaben steht «Cinema» auf schwarzem Samt hinter der Bühne geschrieben. Die Aufmerksamkeit galt dem knapp 50-köpfigen Orchester, denn durch dieses hatte die Zuhörerschaft die Möglichkeit, sich auf die Tiefe und Vielfältigkeit der Filmwelt einzulassen. Das Programm beinhaltete Filmmusik verschiedenster Entstehungs und Schaffensperioden aus unterschiedlichen Ländern.
Vom «Dschungelbuch» bis zu «Pirates of the Caribbean»
Vom kinderfreundlichen und charmanten «Dschungelbuch» führten die Stücke über einen dramatischen Abstecher in die Kompositionen des Vaters des italienischen Tonfilms Federico Fellini bis hin zum Wilden Westens mit dem Soundtrack zum Klassiker «Indiana Jones». Durch die sanften, melancholischen musikalischen Darbietungen des Films «Forrest Gump Suite» und «Der mit dem Wolf tanzt» erhielten die Zuhörer einen Eindruck von der Weite und Imposanz der Welt des Gefühls. Natürlich durfte der Urvater des komödiantischen Films nicht fehlen: Charlie Chaplin wurde mit einem arrangierten Stück geehrt. Für die Jungen und Junggebliebenen im Saal wartete das Orchester mit dem modernen Kassenschlager «Pirates of the Caribbean» auf und rundete damit sein facettenreiches Programm ab.
Yvonne Leuppi moderierte jeweils das nächste Stück des Konzertes an, wobei der Kern des betreffenden Films kurz erläutert und das Publikum auf das kommende Musikvergnügen vorbereitet wurde. So wies die Musikliebhaberin Leuppi auf die künftigen Soli hin und prophezeite die Stimmung im Saal.
Zentrum des Interesses: Unterstützung junger Musikfans
Der Auftritt vom letzten Samstag bewies von Neuem, wie originell und flexibel die Musikgesellschaft Muri wirkt. Neben Weihnachtskonzerten und klassischen Aufführungen boten die Musikantinnen und Musikanten dem Publikum nun den Einblick in eine neue Sparte ihres Könnens. Filme, die in der -heuligen Zeit eine zentrale unterhaltende, Rolle spielen, sind nicht mehr vorstellbar ohne die
dazugehörige Musik. Dieser gelingt es, die treffenden Stimmungen zu erzeugen und das Filmpublikum in eine andere Welt zu entführen. Genau diesen Umstand machte sich «Musik Muri» an diesem Abend zunutze, riss ihre Zuhörerschaft mit und erzeugte mit jedem Stück eine andere Atmosphäre im Raum.
Die Unterstützung junger Musikbegeisterter steht im Zentrum der Interessen des Vereins, der seit 1860 besteht und aus dem kulturellen Leben im Freiamt kaum mehr wegzudenken ist. Durch seinen Hang zum Modernen und Dynamischen schafft es der Dirigent Karl Herzog immer wieder, sein Engagement für Muri und die Umgebung zu beweisen und die Konzerte abwechslungsreich und spannend zu gestalten. Markus Strebet, der Vereinspräsident und Hornbläser im Orchester, freute sich, das Publikum durch unvergessliche Lieder und Melodien zu verführen und Gefühle und Stimmungen hervorkommen zu lassen, die den «Herzrhythmus des Zuschauers» beeinflussten. Der frenetische Applaus am Ende zeigte, dass dies gelang, stellte die Begeisterung der Zuschauer dar und trieb die Musikanten und Musikantinnen an, noch die «James Bond Suite» zum Besten zu geben und die Zuschauer damit mit einem zufriedenen Gefühl in den Abend entlassen zu können. (cat)
| 15.05.2007 - Aargauer Zeitung |
Mowgli tanzte mit dem Wolf
Gut besuchtes «Konzert im Mai» der Musikgesellschaft mit beliebter Filmmusik.
Vor vollen Rängen im Festsaal Muri gab die Musikgesellschaft ihr traditionelles Konzert im Mai. Das Thema Filmmusik bot dabei einen reichen Fundus für ein überzeugendes Konzert.
Hollywoodsterne auf den Treppen hinauf in den Festsaal wiesen den zahlreichen Besuchern den Weg in den Festsaal. Die Wände schmückten Poster der Filme, welche die Musikgesellschaft am Konzert intonierte. Noch bevor das Publikum das Programmheft in den Händen hielt und die ersten Töne gespielt wurden, war so allen klar, dass Klassiker der Filmgeschichte in Muri ein Gastspiel gaben. «Eigentlich wollen wir uns für die Auftritte kein Motto geben, aber die Filmmusik bietet ein genügend breites Spektrum», meinte der Präsident des Musikgesellschaft, Markus Strebel. Das Konzert im Mai sei als Kontrastprogramm zum eher klassischen Winterkonzert zu verstehen.
BEKANNTE MELODIEN
Mit der Musik aus dem Film «Indiana Jones» hatte sich Orchesterleiter Karl Herzog den richtigen Anfang ausgesucht. Die bekannte Titelmelodie des modernen Hollywood-Klassikers entführte die Zuschauer in die Wüste Ägyptens. Nach dem bombastischen Auftakt nahm dasKonzert eine lyrische Wende und das Orchester entführte sein Publikum mit der Filmmusik zu «Der mit dem Wolf tanzt» in die amerikanische Prärie. Auch die alten Klassiker wie die Musik zu Charlie Chaplin oder die legendäre Filmmusik von Nino Rota kamen nicht zu kurz. Der Meister der italienischen Filmmusik intonierte klassische Filme wie «La Strada», «La dolce vita» oder «Der Pate».
GROSSPROJEKT FÜR 2008
Nach der Pause erlebte das bunt durchmischte Publikum mit den Liedern aus dem Dschungelbuch einen Höhepunkt des Abends. Die mitreissende und unterhaltsame Musik trug sicherlich zur Popularität des Films bei. Insbesondere das beschwingte und ansteckende Lied des Bärs Balu «Versuchs mal mit Gemütlichkeit» liess dann und wann gar Schunkelstimmung im Festsaal aufkommen. Das Ende des abwechslungsreichen und unterhaltsamen Konzerts machte die Titelmusik zum Film «Piraten der Karibik». Bei einer auf Filmmusik basierenden Aufführung durfte das Titelstück zu James Bond natürlich nicht fehlen; dieses wurde dem Publikum mit der zweiten Zugabe serviert.
«Wir verstehen uns als einen dynamischen Verein, der den Spagat zwischen Dorfverein und anspruchsvoller Kultur versucht. Die Qualität der Musik soll dabei immer im Vordergrund stehen», erklärte Markus Strebel. Dass dieser Transfer gelingt, bewies die Musikgesellschaft einmal mehr mit ihrem mitreissenden Konzert. Zudem verriet Strebel, dass für das kommende Jahr ein eigenes Stück in Auftrag gegeben wurde. Fünf Jahre nach den Aufführungen von «Carmina Burana» wartet die Musikgesellschaft Muri also schon bald wieder mit einem Grossprojekt auf. (DINO NODARI)
| 19.12.2006 - Der Freischütz |
Tänzerische und geheimnisvolle Melodien und ein brillantes Euphoniumsolo
Bulgarische Tänze am Winterkonzert der Musikgesellschaft Muri
jst) Die Musikgesellschaft Muri habe sich als eines der besten Blasmusik orchester im Aargau etabliert, bemerkte Pfarrer Urs Elsener, der einmal mehr durch das Programm des Winterkonzertes führte. Und nach dem eindrucksvollen und imposanten Werk «Carmina Burana» im Jahre 2003 ist für die Musik Muri der Zeitpunkt gekommen, ein neues Projekt in Angriff zu nehmen. So wurde der junge belgische Komponist Bert Appermont beauftragt, ein Oratorium mit dem Titel «Mater aeterna» für Solisten, Chor und symphonisches Blasorchester zu komponieren. Die Uraufführung ist für November 2008 geplant.
Fulminanter Einstieg in den Konzertabend
Mit der «Fanfare für einen Freund» sorgte die Musik Muri nicht nur für einen fulminanten Auftakt des Winter konzertes, sondern wartete zugleich mit einer Kostprobe des für das Oratorium engagierten Komponisten Bert Appermont auf. Das Werk wurde mit einer brillanten Blechbläserfanfare eröffnet, welche das Hauptthema zum ersten Mal vorstellt.
Dieses prächtige Thema dominiert den Kontrapunkt in den ersten 28 Takten. Abgelöst wurde es durch einen gegenteiligen und schnellen Teil, in dem eine Melodie über einer rhythmischen Begleitung schwebte. Eingeleitet durch eine virtuose und schwungvolle Passage erreichten die Musikerinnen den Höhepunkt des Werkes, in dem sich beide Themen zum grossen Finale vereinig ten. Man darf also schon heute gespannt sein auf das Oratorium «Mater aeterna» von Bert Appermont im Spätherbst 2008.
Die Leute mit gehaltvoller Musik verzaubert
Die Leute mit gehaltvoller Musik ver zaubern, das ist ein Ziel der Musik Muri. Dies war ihr schon am Eidgenössischen Musikfest in Luzern mit dem Aufgabenstücke «Bulgarian Dances» des Tessiner Komponisten Franco Cesarini bestens gelungen - und wiederum am Winterkonzert in der Pfarrkirche. In diese Rhapsodie hat der Komponist verschiedene berühmte bulgari sche Volkslieder einfliessen lassen. Die charakteristischen Dissonanzen von grossen und kleinen Sekunden machen die Lieder einzigartig.
Das Faszinierende an diesen Liedern sind auch die verführerischen und komplexen unregelmässigen Rhythmen . Dies hat Cesarini vortrefflich umgesetzt und mit seinen musikalischen Ideen bereichert. Mit der Interpretation dieses Werkes präsentierte die Musik Muri unter der Leitung von Karl Her zog die ganze Klangfarbenpalette eines modernen Blasorchesters vorzüglich.
Der Funke der Begeisterung des Solisten sprang über
Für den Höhepunkt des Abends sorgte der bekannteste Schweizer Euphonist Thomas Rüedi mit seinem brillanten Solo «Euphonium Concerto» von Jo seph Horovitz, sehr einfühlsam beglei tet vom Murianer Blasorchester. Dieses Solo bekommt eine ganz besondere Be deutung, weil der Solist den Komponisten Joseph Horovitz persönlich kennt. Und dieser ist fasziniert vom jungen So listen, wenn er schreibt: «Thomas Rüedi zeigt einen schönen, warmen Klang im ganzen Register und hat eine brillante Technik. Solch seltene Talente verbindet er mit einem instinktiven Verständnis für die Musik, die er spielt.»
Der warme Klang kam besonders in zweiten, langsamen Satz eindrück lich zur Geltung, und seine brillante Technik demonstrierte der begeisterte Musiker im dritten Satz in den schnellen und virtuosen Passagen. Und die Begeisterung war den Besuchern aus den Gesichtern abzulesen, und der grosse Applaus veranlasste den Künstler mit einer besondern Dreingabe aufzuwarten; er demonstrierte auf seinem Instrument dem erwartungsvollen Publikum ein zweistimmiges Euphoniumsolo.
Mit «Armenian Dances» von Alfred Reed machte die Musik Muri ihre Zuhörer mit den Volksliedern aus Armeni en bekannt. Zur Aufführung gelangte der 1. Satz der Suite, eine ausgedehnte symphonische Rhapsodie, welche aus fünf verschiedenen Volksliedern wie etwa «Der Aprikosenbaum» oder «Das Rebhuhn» aufgebaut ist. Mit diesem Werk hat der Komponist die unbekannten Lieder aus Armenien einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht und die Musik Muri ihren Besuchern des Winterkonzertes. Manch einem Zuhörer wird der virtuose und feurige Schlusssatz noch lange als überwältigendes Klangerlebnis nachhallen.
Schluss der Reise in Korea
Zum Abschluss des abwechslungsreichen Konzertabends führte die musikalische Reise schliesslich nach Korea. J ohn Barnes Chance hat in seinem Werk Variationen zu einem bekannten Volkslied aus Korea komponiert. Die simple Melodie wurde gleich zu Beginn von den Klarinetten und später von den Querflöten aufgenommen, bis dann das ganze Blasorchester in den Song ein stimmte und diesen zu einem mächtigen Höhepunkt werden liess .
Mit diesem Konzert hat die Musikgesellschaft Muri ihre hochgesteckten Ziele – die Musik soll gut klingen und die Leute verzaubern und überwältigen – sicher erreicht. Das bewies der lang anhaltende Beifall am Schluss des Winterkonzertes, insbesondere auch nach der Dreingabe.
| 19.12.2006 - Wohler Anzeiger |
Können unter Beweis gestellt
Winterkonzert der Musikgesellschaft Muri
Die Musik Muri ist seit ihrer Gründung im Jahre 1860 nicht mehr aus dem kulturellen leben im Freiamt wegzudenken. Der moderne und erstaunlich jung besetzte Verein hat sich hohe Ziele gesetzt: Die Musik sollte -nicht mir gut klingen, nein, sie sollte die Leute verzaubern und überwältigen können.
Dieses Ziel stellten die Musikerinnen und Musiker dieses Jahr genug unter Beweis. Am Eidgenössischen Musikfest 2006 in Luzern konnten sie unter der Leitung des Dirigenten Karl Herzog mit einem hervorragenden neunten Rang gegen 32 Vereine im prestigeträchtigen KKL brilieren. Eine wohl unvergessliche musikalische Erinnerung.
Grandiose Klänge und ein bekannter Solist
Das Aufgabenstück für das Eidgenössische Musikfest in Luzern wurde am Samstagabend einem breiten Publikum in der Pfarrkirche St. Goar Muri präsentiert. «Bulgarian Darmes» heisst das Stück von Franco Cesarini und formierte sich, zusammen mit vier weiteren Stücken, zum Winterkonzert 2006 der Musikgesellschaft Muri.
«Bulgarian Dances» ist zusammengestellt aus mehreren bulgarischen Volksliedern, die zum Teil gar noch aus dem frühen Byzanz stammen. Gemeinsam ergeben sie einen Facettenreichtum an Melodien, von stürmischen Forti bis hin zu subtilen Klängen, Selbst die geübtesten Musiker kamen wohl bei dem einen oder anderen Presto ins Schwitzen. Als Komplement zu «Bulgarian Dances» beeindruckten auch «Armenian Dances» von Alfred Reed, «Variation an a Korean Folk Song» von John Barnes Chance und vor allem das «Concerto für Euphonium» von Joseph Horovitz.
Das «Concerto für Euphonium» glänzte durch seinen begnadeten Solisten Thomas Rüedi. Der bekannteste Schweizer Euphonist gab ein brillantes Solo zum Besten, begleitet vom Blasorchester Musik Muri. Bereits als Elfjähriger begann Rüedi Euphonium zu spielen. Heute sind sie eins, und spielen sich gemeinsam in die Herzen der Zuhörer. Er entlockt dem Blasinstrument die schönsten Töne, mal beruhigend sanft, dann wieder dynamisch und schnell. Den Beweis für sein einmaliges Können hat Thomas Rüedi am Samstag auf jeden Fall geliefert. Mit seiner Zugabe, einem Indianerstammlied, beeindruckte er doppelt, entlockte er seinem Instrument doch tatsächlich zweistimmige Töne.
Spannende Aussichten
Die Musik Muri habe sich in den letzten Jahren auf ein stets höheres Niveau begaben, so Pfarrer Urs Elsener, der während des Abends durch das Programm führte. Dank der positiven Rückmeldungen seitens der Zuhörerinnen und Zuhörer traut sich die Musik Muri, im November 2008 nach «Carmina Burana» wieder ein imposantes Werk mit dem Namen «Matter aeterna» zu, das eigens dafür komponiert wird. Es wird ein Werk für Solisten, Chor und Orchester werden. Alles andere bleibt vorerst ein Geheimnis. Schon jetzt können sich die Zuhörer also auf ein weiteres Meisterwerk freuen. (fm)
| 14.07.2006 -Der Freischütz |
Vom Streben des Dirigenten, die Menschen Blasmusik ganzheitlich erleben zu lassen
Mit Karl Herzog, dem musiklischen Leiter der Musikgesellschaft Muri, im Gespräch
Die Musikgesellschaft Muri hat am Eidgenössischen Musikfest in Luzern überraschend mit einem 9. Rang in der 1. Klasse brilliert. Die Leistung bestätigt den seit Anfang 2002 in Muri tätigen Dirigenten Karl Herzog in seinem Streben, Blasmusik in einer ganzheitlichen Dimension zu erfassen und zu kommunizieren.
(tk) «Sie sind rasch vergangen, die letzten viereinhalb Jahre», sagt der 45-jährige Karl Herzog im Gespräch. Er mag sich noch gut erinnern an das erste Vorstellungsgespräch mit dem heutigen Präsidenten der Musikgesellschaft Muri, Markus Strebel, und den Mitgliedern der Musikkommission: «Wir hatten die gleichen Ideen, wir sprachen über die gleichen Ziele». Nirgends wie in Muri habe er innert weniger Jahren so viel bewirken können.
Im Januar 2002 nahm Karl Herzog seine Tätigkeit als musikalischer Leiter der Musikgesellschaft Muri auf. Er, der Fricktaler, machte sich sofort und mit Unterstützung der massgebenden Leute des Vereins daran, in neue Sphären des blasmusikalischen Schaffens vorzudringen. Ein recht risikoreiches Experiment bildete schon das erste Projekt: Karl Herzog studierte mit dem rund 50-köpfigen Korps Carl Orffs «Carmina Burana» in einem Blasmusikarrangement ein. Zusammen mit dem Chor Audite Nova Zug wollten die Murianer mit der Aufführung dieser eindrücklich vertonten historischen Verse im Oberfreiamt eine neue Dimension der kulturellen Verständigung und des Verständnisses bieten.
Vom traditionellen Konzert zum anspruchsvollen Projekt
Das Projekt unter der Gesamtleitung von Gastdirigent Andreas Spörri wurde im März 2003 in Muri zu einem unerwarteten Erfolg: 2300 Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen in der Pfarrkirche St. Goar begeistert Kenntnis von den erfolgreichen Bemühungen ihrer Musikgesellschaft, von «Laien» interpretierte Blasmusik auf professionellem Niveau zu präsentieren. Ähnlich fielen die Reaktionen darauf in Zug aus, als die Murianer wiederum mit dem Chor Audite Nova Zug das Werk zweimal im Theater Casino aufführten.
Projekte, die gelingen, sind die beste Basis für die weitere Entwicklung. Karl Herzog und die Musikgesellschaft liessen die Chance nicht ungenutzt. Es folgte im Mai 2004 die Aufführung des musikalischen Märchens «Peter und der Wolf». Neue Wege eingeschlagen wurden nun nicht nur in Bezug auf die musikalische Literatur, sondern auch in der Form. Um dem Problem der durchschnittlichen Akustik im Festsaal zu begegnen, drehte Karl Herzog sozusagen den Spiess um: Er liess vor und auf die Bühne eine abgestufte Konzertbestuhlung platzieren und setzte seine Musikantinnen und Musikanten in den Saal. Auch «Peter und der Wolf» wurde in der Folge zu einem nicht erwarteten Erfolg.
Karl Herzogs Doppelerfolg
Die ersten «offiziellen» Lorbeeren vor fachtechnischen Instanzen holte Karl Herzog mit der Musikgesellschaft Muri dann Mitte September 2004 am 1. Schweizerischen Blasmusikfestival in Brunnen. Die Maximalpunktzahl betrug 240, die Musikgesellschaft Muri errang mit 220 Punkten den 2. Rang. Besser klassiert war mit 224 Punkten nur die Musikgesellschaft Gebenstorf mit ihrem Dirigenten – Karl Herzog.
Dieser Doppelerfolg ist wohl der schlagendste Beweis für die Richtigkeit von Karl Herzogs Auffassung eines ganzheitlichen Blasmusikschaffens: Er erweiterte das traditionelle Repertoire durch neue Musikliteratur, «optimierte» die Orchesterstruktur, indem er alle Spezialinstrumente integrierte, fand neue Formen der Präsentation und vermittelte nicht nur dem Publikum, sondern auch seinen musizierenden Leuten ein neues blasmusikalisches Verständnis. Motivation, Spielfreude und die Eigenverantwortung stehen für Karl Herzog im Vordergrund seiner Bemühungen. Bereits zweieinhalb Jahre, nachdem er seine Arbeit in Muri aufgenommen hatte, zeigten sich nun die ersten bedeutenden Resultate.
«Eigenverantwortung ist für mich als Dirigent ein ganz wichtiges Thema», betont er denn auch. Die Zahl der Proben wurde reduziert, Karl Herzog führte Zeitfenster ein, welche die Vereinsarbeit der Musikanten unter Berücksichtigung des Privatlebens strukturierte: «Neben dem Engagement für die Musikgesellschaft müssen Familie und Hobbies ihren Platz haben.» Hier sieht er denn auch einen wichtigen Grund, dass Erfolgstory ihren Fortgang nehmen konnte.
Ein Wandel, von der Öffentlichkeit beachtet
Für das Winterkonzert Mitte Dezember 2004 entschied sich Karl Herzog für Werke, die es in Bezug auf den musikalischen Anspruch in sich hatten: «Dass es sich um Musikliteratur der höchsten Schwierigkeitsstufe handelte, haben meine Leute erst nachträglich erfahren», erzählt er im Gespräch. In seinen Bemühungen sah sich Karl Herzog auch durch die Konzertkritik bestätigt, die nach dem Winterkonzert im «Freischütz» erschien: Die Musikgesellschaft Muri habe sich als Dorfmusik abgemeldet und musiziere nun auf einem erkennbar höheren Niveau. Diese journalistische Wertung zeige, dass die Ganzheitlichkeit des Musizierens, die er anstrebe, auch von aussen wahrgenommen werden könne.
Die weiteren Aktivitäten waren geprägt von diesem Streben. Dies gelang auch Anfang Mai 2005, als die Musikgesellschaft Muri mit der Jazz-Suite no. 2 von Dimitri Schostakowitsch aufwartete, und den Auftritt mit Werken im Jazz-Stil von Glenn Miller und Alfred Reed abrundete.
Drei Wochen später am Musiktag in Bünzen hatte Karl Herzog ein weiteres Erlebnis, das ihm zeigte, dass die Murianer publikumsnah musizieren. Zum Mittagskonzert, das sie im Festzelt gaben, sei schlagartig Ruhe eingekehrt, eine solche plötzliche Aufmerksamkeit für die Musizierenden habe er noch selten erlebt.
Wiederum Musikliteratur der obersten Leistungsstufe verwendete Karl Herzog für das Winterkonzert 2005. Der Auftritt in der Pfarrkirche unter anderem mit dem anspruchsvollen Werk «Mosaici Binzantini» seines ehemaligen Lehrers Franco Cesarini diente als Vorbereitung für das Eidgenössische Musikfest, an dem die Musik Muri in der zweitobersten Spielklasse teilnehmen sollte.
Das Lob des Tenors
Die letzte Station vor diesem minuziös vorbereiteten Auftritt in der Innerschweiz bildete im vergangenen Mai dann das Konzert mit Arien aus Operetten von Giuseppe Verdi und Franz Léhar und mit Ouvertüren von Franz von Suppé, Johann Strauss junior und Gioacchino Rossini. Die Musik Muri konzertierte am 6. und 7. Mai zweimal vor einem ausverkauften Festsaal – ein Resultat, das Karl Herzog mit besonderer Befriedigung und mit Stolz erfüllt: «Die Bemühungen hatten drei Jahre gedauert, jetzt hatten wir es geschafft.»
Besonders freute ihn ein Lob des Tenors Daniel Zihlmann, der in diesem Konzert als Solist gewirkt hatte. Er sei erstaunt, meinte Daniel Zihlmann, welche Ruhe einerseits und welche Begeisterung andererseits die Musikgesellschaft Muri ausstrahle. Wenn ein Profi über ein Orchester so urteile, zeuge dies doch auch von der Arbeit des Ensembles nach professionellen Massstäben, ist Karl Herzog überzeugt.
An Leistungen aus den siebziger Jahren angeknüpft
Dann kam der 17. Juni, der Tag, dem Karl Herzog und die Musik Muri entgegenfieberten. Das Auftragsstück und das Selbstwahlstück waren innert nur sechs Wochen und in neun Gesamtproben erarbeitet worden. Am Eidgenössischen Musikfest in Luzern im KKL errang die Musik Muri in der Kategorie 1. Klasse a, in der 32 Vereine klassiert waren, 262 Punkte mit dem Aufgabenstück und brillante 282 Punkte, nämlich dreimal 94 Jury-Punkte mit dem Selbstwahlstück. Rechnerisch erreichten die Murianer sogar die siebenthöchste Punktzahl, da zwei weitere Korps mit der gleichen Punktzahl bewertet wurden.
Das Reglement vergibt für die Punktzahlen 91 bis 100 das Prädikat «herausragende Leistung», die Murianer hatten also Grosses vollbracht. Der Rang allein sei zwar nicht das Leben, aber wenn man berücksichtige, «dass uns durchwegs renommierte Orchester übertroffen haben und vier von ihnen schon einmal Sieger waren, dürfen wir auf das Geleistete mit Recht stolz sein», meint Karl Herzog im Rückblick.
Es war letztmals 1971 gewesen, als die Musikgesellschaft Muri unter der Direktion von Hans Roschi am Eidgenössischen ebenfalls in Luzern in der 1. Klasse so hoch bewertet worden war. Zuvor im Jahr 1966 am Eidgenössischen in Aarau hatte die Punktewertung noch nicht bestanden, die Jury hatte die Murianer damals mit «vorzüglich» ausgezeichnet. Übrigens: 1966 waren die Murianer erstmals mit einer Frau, der Querflötistin Heidi Meier, einer Tochter des damaligen Bauverwalters Walter Meier, an einem Musikfest aufgetreten.
Neues wagen, Traditionen fortsetzen
Der Dirigent der Musikgesellschaft Muri beschreitet also nicht nur neue Wege, er setzt im Prinzip in Muri auch die unterbrochene Tradition blasmusikalischer Höchstleistungen fort. Zufriedenheit über das Erreichte hindern ihn nicht, nach Höherem zu streben: «Wir haben noch nicht alles erreicht, es gibt noch die Höchstklasse», schmunzelt Karl Herzog.
Karl Herzog persönlich
(red) Karl Herzog 45-jährig, wohnt mit seiner Familie in Muri und spielt Posaune, Horn und Trompete. Das musikalische Handwerk – Blasmusikdirigent im Hauptfach, Posaune und Klavier im Nebenfach – studierte und erlernte er bis 1992 am Konservatorium in Zürich bei Franco Cesarini, Hans-Peter Blaser und Toni Kurmann. Ab 1992 besuchte Karl Herzog verschiedene Dirigenten-Seminare, unter anderem bei Felix Hauswirth und Rüdiger Born.
Als 14-Jähriger spielte Karl Herzog zuerst in der Musikgesellschaft Wölflinswil im Fricktal. Seine eigentlich musikalische Laufbahn begann 1977 als Posaunist in der Nationalen Jugend-Brass-Band (NJBB) der Schweiz. Ab 1982 war er musikalischer Leiter von diversen Blasmusikvereinen. 1983 begann seine grosse musikalische Arbeit an verschiedenen Musikschulen für Blechblasinstrumente. Von 1984 bis 1987 war Karl Herzog Spielführer des Basler Regimentsspiel 22. Von 1982 an dirigierte und leitete er während 19 Jahren die Jugendmusik Oberes Fricktal, und seit 1994 ist er musikalischer Leiter der Musikgesellschaft Gebenstorf (heute BOG Blasorchester Gebenstorf). Seit 1999 wirkt Karl Herzog bei der Orchestergesellschaft Zürich, beim Zürcher Blechbläserensemble ist er Zuzüger als Posaunist. Und auch im Aargauer Kammerorchester AKO steht Karl Herzog als Posaunist regelmässig im Einsatz.
| 23.06.2006 -Der Freischütz |
Am Eidgenössischen Musikfest brilliert die Musik Muri mit einem 9. Rang
Eine unvergessliche musikalische Erinnerung
Die Musik Muri hat am Eidgenössischen Musikfest in Luzern mit einem hervorragenden 9. Rang in der 1. Klasse Harmonie brilliert.
(sb) Am vergangenen Samstag konnte die Musik Muri am Eidgenössischen Musikfest in Luzern teilnehmen. Luzern wurde für einmal zum Mekka der schweizerischen Blasmusik. Dann nämlich - und auch am kommenden Wochenende - treffen sich über 500 Musikkorps und weit mehr als 22 000 Musikantinnen und Musikanten zu einem musikalischen Wettspiel.
Höhepunkt nach einer intensiven Vorbereitungsphase
In der Früh um 5.30 Uhr besammelte sich die Musik Muri, um gemeinsam mit dem Car nach Luzern zu reisen. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase, in der die Musikantinnen und Musikanten auf ihr grosses Ziel hingearbeitet hatten, waren sie nun bereit, ihre Wettspielvorträge zu präsentieren.
Die Musik Muri hatte sich entschieden, in der Kategorie 1. Klasse Harmonie aufzutreten. Somit waren die Voraussetzungen gesetzt, sich als Verein dieser anspruchsvollen Aufgabe zu widmen. Das Aufgabenstück «Bulgarian Dances» von Franco Cesarini bot mit seiner Rhythmik und melodiösen Einsätzen ein breites musikalisches Lernfeld. 7/8- und 11/8-Takte verlangten eiserne Disziplin und Genauigkeit. Langsame Zwischenteile liessen die Fähigkeiten der einzelnen Solisten entfalten.
Und ein ganz besonderes und einmaliges Erlebnis für die Musik Muri war die Vorfreude auf den Auftritt im KKL. Diese Gelegenheit, einmal im architektonisch und akustisch einzigartigen Ambiente - dem KKL - spielen zu können, war sicher ein erinnerungsvolles Highlight für viele Musikantinnen und Musikanten. So präsentierte die Musik Muri dann ihr Selbstwahlstück «El Camino Real» von Alfred Reed voller Spannung im Konzertsaal des KKL. Dieses ergreifende und temperamentvolle Werk konnte die Musik Muri mit vollem Genuss und imposantem Schlusston im Konzertsaal erklingen lassen.
Viel Unterstützung
Der erste Auftritt im Luzerner Saal war bereits um 8.30 Uhr. Viele begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer unterstützten die Musik Muri durch ihre zahlreiche Anwesenheit. Dies schätzten die Aktiven natürlich besonders.
Nach zwei gut präsentierten Vorträgen konnte sich die Musik Muri über ihr hervorragendes Ergebnis freuen. Der 9. Rang in der Kategorie 1. Klasse Harminoe a, in der 32 Vereine mitmachten. 262 Punkte im Aufgabenstück und brillante 282 Punkte im Aufgabenstück (3 mal 94 Punke) mit dem Selbstwahlstück. Wobei gemäss Reglement die Bedeutung der Punktzahlen wie folgt aussieht: 91 bis 100 Punkte «herausragende Leistung» , 81 bis 90 Punkte «sehr gute Leistung» und 71 bis 80 Punkte «gute Leistung».
Die Teilnahme am Eidgenössischen Musikfest in Luzern wird für alle Mitglieder eine unvergessliche musikalische Erinnerung bleiben. «Es zeigt uns, dass wir mit unserem Verein vieles erreichen können, wenn alle miteinander auf das gleiche Ziel hinarbeiten – die Musik als Erlebnis», heisst es in einer Mitte Woche veröffentlichten Mitteilung der Musik Muri.
| 09.05.2006 -Der Freischütz |
Bezaubernde Musik mit beliebten Ouvertüren und Arien aus Opern und Operetten
Begeisternde Unterhaltung am Frühlingskonzert der Musikgesellschaft Muri
Mit unvergesslichen und beschwingten Ouvertüren undArien aus Operetten und Opern erfreuten die Musikgesellschaft Muri unter der Leitung von Karl Herzog und der Tenor Daniel Zihlmann an zwei Abenden das zahlreich erschienene Publikum im Murianer Pestsaal.
jst) Nach dem jazzigen Frühlingskonzert 2005 kamen dieses Jahr die Freunde der klassischen Musik und insbesondere die Opern- und Operetten-Liebhaber auf ihre Rechnung. Mit dieser Programmwahl haben sich das Murianer Blasorchester und sein Dirigent Karl herzog keine leichte Aufgabe gestellt, sind doch alle Werke ursprünglich für grosses Symphonieorchester geschrieben worden.
Und zudem kennen viele Musikliebhaber die beliebten Melodien aus der Opern- und Operettenwelt von Suppe, Verdi, Strauss, Lehár und Rossini nur zu gut, so dass Unstimmigkeiten viel eher wahrgenommen werden, als in der modernen und rhythmisch geprägten Musik. Gut vorbereitet begeisterten die gut motivierten Musikantinnen und Musikanten das Publikum, und die besonderen Ohrwürmer werden noch lange im Geiste nachhallen.
Eintauchen in die Welt der Operetten von Franz Suppé
Mit den Werken Franz von Suppés beginnt nicht nur die Geschichte der Wiener Operette, mit einem Werk des österreichischen Komponisten eröffnete die Musikgesellschaft Muri auch den Konzertabend mit der Ouvertüre aus der komisch-mythologischen Oper «Die schöne Galathee», eine der besten «Bühnenschöpfungen» Suppés. Nach dem geglückten und fulminanten Auftakt wirkte das Blasorchester in der Folge etwas verhalten und die zögernden Einsätze liessen erkennen, dass die Musiker bei diesem ersten Vortrag bereits stark gefordert waren.
Aber bereits bei der zweiten Suppé-Ouvertüre «Dichter und Bauer» waren die Hemmungen überwunden und die Zuhörer kamen in den Genuss einer an sprechenden Wiedergabe. Besonders die hervorragenden Saxophon- und Oboensoli zusammen mit der Harfe sorgten für einen tollen Hörgenuss.
Von der Dresdner Opernbühne direkt in den Murianer Festsaal
Für den Tenor Daniel Zihlmann, geboren und aufgewachsen in Horw bei Luzern, war der Auftritt in Muri ein ganz besonderer, ist er doch bis anhin mehrheitlich mit Symphonieorchestern aufgetreten. Aber mit seiner kräftigen Tenorstimme vermochte er sich gegen den massigen Bläserklang bestens durchzusetzend mit seinen beiden Arien die Zuhörer zu begeistern. Man spürte auch gleich, dass er eben seiner Konzerttätigkeit reiche Erfahrung an Opern-, Operetten- und Musicalproduktionen hat; er ist bereits an den Stadttheatern von Luzern und Sursee sowie auf den den Opettenbühnen in Arth und Bremgarten in den Titelrollen aufgetreten.
Im Murianer Festsaal war Daniel ZihImann in den vergangenen Jahren bereits zweimal mit dem Seetaler Operettenensemble «Die Fledermäuse» aufgetreten. In seinem jüngsten Auftritt erfreute er die Besucher mit dem bekannten Lied aus der Spelunke - Oper «Rigoletto» von Giuseppe Verdi - «La donna è mobile» («Oh, wie trügerisch sind Weiberherzen»). Trotz diesem für die Frauen negativ anmutenden Text hatten auch die weiblichen Konzertbesucher ihre Freude an der einzigartigen Arie, die der charmante Tenorsolist Daniel Zihlmann mit grosser Hingabe und Gestik wiedergab.
Unter den späten opernhaften Schöpfungen Lehárs wurde die Operette «Das Land des Lächelns» besonders erfolgreich. Es zeigt den einfallsreichen Komponisten als überlegenen Beherrscher dramatischer Gestaltungsmittel und als feinen Psychologen auf. Zu den geläufigsten Melodien dieser Operette gehört auch «Dein ist mein ganzes Herz » , das der Solist mit grosser Hingabe interpretierte und sich damit die Herzen der vielen Besucher eroberte. Der grosse Applaus war ein Dankeschön für eine tolle Wiedergabe, die dem Solisten perfekt gelungen ist.
«Die Fledermaus» komponierte Johann Strauss jun. in 42 Nächten
«Die Fledermaus» ist eine der berühmtesten Operetten und die einzige, die regelmässig - meist am Silvester und Fasching - auch an grossem Opernhäuser gespielt wird. Der Grund dafür ist vor allem die ausgesprochen feinsinnige, mitreissende und meisterhaft orchestrierte Komposition. Eine besondere Stellung nimmt die Ouvertüre ein, die zu den grössten Schöpfungen von Johann Strauss zählt. Sie führt zahlreiche Motive der «Fledermaus» ein und ist mit ihrer abwechslungsreichen Dynamik für Spitzenorchester immer wieder eine Herausforderung.
Dieser Herausforderung stellte sich das Murianer Blasorchester überzeugend und wartete mit einer Wiedergabe auf, welche die Herzen der Anwesen den höher schlagen liess.
Krönender Abschluss mit Rossinis «L’italiana in Algeri»
Der wohl einflussreichste Opernkomponist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Gioaccino Rossini, ganz sicher aber Italiens wichtigster und stilprägendster Komponist dieser Epoche. Von diesem Komponisten kamen die Besucher in den Genuss der Ouvertüre «L’italiana in Algeri» . In dieser Oper hat Mustafa, der Bey von Algier, seine Frau Elvira verstossen, weil sich sein Sinn nach einer temperamentvollen Italienerin sehnte. Nach Verwirrungen, Erlebnissen und Verwechslungen endet. die Geschichte in dem Sinn, dass Mustafa reuevoll zu Elvira zurückkehrt. Diese erlebnisreiche Liebesgeschichte findet in der Ouvertüre eine bemerkenswerte Wiedergabe und beglückte das Konzertpublikum ein weiteres Mal.
Nach diesem tollen Abschluss des offiziellen Programms war der «Hunger» nach weiteren Musikstücken aus der Opernwelt längst nicht gedeckt. Das mächtig applaudierende Publikum kam in der Folge in den Genuss von zwei weiteren Werken von Johann Strauss: «Bahn frei» sowie der belieb ten «Tritsch-tratsch -Polka».
| 08.05.2006 -Aargauer Zeitung |
Beschwingte Töne im Festsaal
MURI Mit einer abwechslungsreichen Zusammenstellung von Operetten und Arien grosser Meister wie Verdi, Strauss, Rossini und Suppé hatte Karl Herzog als Leiter des Blasorchesters von Musik Muri offenbar den Nerv des Publikums getroffen. Am Konzertabend im ausverkauften Festsaal standen die Besucher bereits nach dem zweiten Stück von ihren Plätzen auf, um dem Programm begeistert zu applaudieren. Den gesanglichen Teil der Aufführung bestritt der international bekannte Tenor Daniel Zihmann.
Operetten und Arien im Festsaal
MURI Ein festlicher Konzertabend der Musik Muri brachte das Publikum fast aus dem Häuschen
MARGAUX MISEREZ
Das Konzert der Musik Muri stand ganz im Zeichen der beschwingten Musik. Und so kam es auch daher Leicht, frisch und keinesfalls schwerfällig präsentierte das Blasorchester unter der Leitung von Karl Herzog sein Programm.
Der Verein Musik Muri spielte in dem aus allen Nähten platzenden Festsaal Muri vor ausverkauftem Haus. Es mussten sogar noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden, damit alle Konzertbesucher Platz fanden. Mit dem Programm, einer Zusammenstellung aus Stücken von Verdi, Strauss jr., Rossini und Suppé, traf Karl Herzog, der Leiter des Blasorchesters, den Nerv der Zuhörer. Bereits nach dem zweiten Stück standen die ersten Besucher des Konzerts begeistert applaudierend auf ihren Plätzen, und zwischen den Stücken war im Hintergrund das Servicepersonal zu hören, wie es die Melodien nachpfiff.
Der Abend zeichnete sich durch die abwechslungsreiche Auswahl der Stücke aus, die sich sehr fröhlich und heiter gestaltete, was wohl auch daran lag, dass es eine Zusammenstellung von Operetten und Arien war. Die Operette ist nämlich keinesfalls nur die kleine Schwester der Oper, nein, sie will viel mehr die klassische Oper auf eine leichte und unbeschwerte Art und Weise auf die Schippe nehmen.
Für den gesanglichen Teil des Konzerts war der international bekannte Tenor Daniel Zihlmann verantwortlich. Er trat schon auf Bühnen in Mailand, Sankt Petersburg, Hamburg, Köln und Dresden auf. Nun gab er sich die Ehre und sang in Muri, harmonisch begleitet vom Blasorchester der Musik Muri. Die Zusammenarbeit mit einem Blasorchester stellte gewisse Herausforderungen an den erfahrenen Tenor, denn ein Sinfonieorchester bildet einen ganz anderen Klangteppich als ein Blasorchester. Die Stimme über eine klanglich so voluminöse Basis zu setzen, war eine schwierige und anspruchsvolle Aufgabe.
BUNTER LIEDERSTRAUSS
Als Auftakt stand die Ouvertüre «Die schöne Galathea» von Franz von Suppé auf dem Programm. Die Oper handelt von Pygmalion, der aus Marmor die Statue Galathee baute und sich dann in sie verliebte. Die Tragikomik der Geschichte war förmlich zu spüren.
Als zweites Stück gab der Tenor Daniel Zihlmann Verdis weltbekanntes «La donna è mobile» zum Besten. Es folgte die Ouvertüre «Dichter und Bauer», der Suppé seine ungebrochene Popularität verdankt.
Nach einer verdienten Pause mit Cüpli und Kuchen kam das Publikum in den Genuss des Hauptstücks, nämlich der «Fledermaus» mit der Strauss junior seinem Vater Konkurrenz machte. Nun war wieder Tenor Daniel Zihlmann an der Reihe mit dem Liebeslied «Dein ist mein ganzes Herz», von Franz Lehár aus der Operette «Das Land des Lächelns». Als pompösen Abschluss gab das Orchester die Ouvertüre «L'Italiana in Algeri» von Rossini.
Doch wer geglaubt hat, das Konzert sei damit beendet, hat sich getäuscht: Aufgrund des tosenden Applauses beglückte das Blasorchester das Publikum mit zwei weiteren Stücken.
| 20.12.2005 -Der Freischütz |
Ein vorgezogenes Silvesterkonzert
Beeindruckendes Winterkonzert der Musikgesellschaft Muri in der Pfarrkirche St. Goar
Feurige Rhythmen und kraftvolle Paukenschläge sorgten für einen tollen Konzertabend mit der Musikgesellschaft Muri und ihrem Leiter Karl Herzog.
Der Murianer Oboist Renato Bizzotto erfreute die Besucher mit einem brillanten Solo.
(jst) Das feine Schneetreiben auf dem Weg zum Konzert in der Pfarrkirche und die hell leuchtenden vier Kerzen am Adventsarrangement sorgten am Samstag für die richtige Einstimmung für ein Adventskonzert. Aber die Musikgesellschaft Muri wartete an diesem Abend nicht mit gefälligen Advents- und Weihnachtsmelodien auf, sondern mit einem musikalischen Feuerwerk voll sprühender Lebhaftigkeit und feuriger Rhythmen.
Die Verantwortlichen der Musikgesellschaft Muri haben schon vor einigen Jahren das Adventskonzert bewusst in Winterkonzert umgetauft; das erlaubt ihnen, mitreissende und fesselnde Werke ins Programm aufzunehmen, die weniger zu einem Adventskonzert passen würden. Dieses Jahr wurden die vielen Zuhörer und Fans gleich von Beginn weg mit fesselnden Werken konfrontiert, in welchen die Kesselpauken sehr eindrücklich eingesetzt waren.
Emotionale Kompositionen
Mit einem mächtigen Paukenschlag im Eröffnungsmarsch gleich zu Beginn des Konzertes wurde das zahlreich aufmarschierte Publikum in der Pfarrkirche aus der besinnlichen Atmosphäre herausgerissen und zu einer spannungsgeladenen Konzertreise mit besonderen musikalischen Leckerbissen mitgenommen. Mit dem Marsch aus der «First Suite for Band» von Alfred Reed wartete das Murianer Blasorchester gleich mit einer emotional geladenen Komposition auf, die gespickt war mit vielen Disharmonien. Die Musik von Alfred Reed weckt bei vielen Leuten immer wieder Emotionen durch die speziellen Klangfarben und Melodien, das war nicht anders in Muri.
Und auch das nächste Werk «Pilatus – Berg der Drachen» erinnerte weniger an den leichten Schneefall als eher an ein kräftiges Sommergewitter in den Bergen. Steven Reinecke hat diese Komposition um den sagenumwobenen Drachen des Luzerner Hausberges Pilatus zum 50-jährigen Bestehen des Luzerner Jugendblasorchesters komponiert, dessen Uraufführung am 31. Mai 2002 im KKL stattfand. Dem Murianer Blasorchester mit den vielen jungen Musikerinnen und Musikern und Johannes Strobl an der Orgel gelang eine hervorragende Wiedergabe, und sie brachte die Pfarrkirche beinahe zum Erzittern. Auf jeden Fall haben sich die kleinen Zuhörer an den Maltischen vorne in der Kirche gar die Ohren zugehalten, wenn der Mann an der Kesselpauke zu einem weiteren Einsatz ausholte.
Ein brillantes Oboensolo
Seit seiner Rückkehr von seinem fünfjährigen Chinaaufenthalt ist der Murianer Oboist Renato Bizzotto in unserer Region öfter zu hören. Er wirkte bereits vor einigen Jahren einmal als Solist an einem Winterkonzert der Musikgesellschaft Muri mit Peter Danzeisen als Dirigent mit. Für den diesjährigen Auftritt wartete der begabte Oboist mit «Variationen für Oboe und Blasorchester» von Nikolaj Rimskij Korsakow auf. Der Komposition lag das Thema «Belle jeune fille» von Glinka zu Grunde, das Renato Bizzotto in den zwölf Variationen und dem abschliessenden Finale in lyrischer wie auch brillanter Art hervorragend wiedergab und zu einem schönen Erlebnis werden liess.
Der grosse Applaus nützte der Oboist für eine Dreingabe; er spielte ein bekanntes Oboensolo aus einer der vielen Kantaten von Johann Sebastian Bach, an der Orgel begleitet von Johannes Strobl.
Musik mit byzantinischem Hintergrund
Zu einem besonderen Hörerlebnis wurden am diesjährigen Winterkonzert auch die zwei Sätze «Weihnachten» und «Ostern» aus dem dreisätzigen Zyklus «Mosaici Bizantini» des Tessiner Komponisten Franco Cesarini. Die Inspiration zu diesem Werk lieferten die byzantinischen Mosaiken der Kirchen von Venedig und Palermo, und als Grundlage für die Musik dienten die gregorianischen Gesänge.
Die Gregorianik kam besonders im 1. Satz «Geburt Jesu» mit dem Text aus dem Matthäus-Evangelium von den Weisen aus dem Morgenland sehr eindrücklich zur Geltung. Im dritten Satz hat Cesarini die Auferstehung «Ein Engel wälzte den Stein weg ...» vertont und diese Begebenheit in einem gewaltigen Feuerwerk mit Donner und Blitz wiedergegeben.
Fesselnde spanische Musik und ein musikalischer Aufruf zum Frieden
Mit einem grossen sinfonischen Orchesterstück, der lateinischen Fantasie «El Camino Real», rundete die Musikgesellschaft das Programm ab. In diesem Werk beschreibt der Komponist Alfred Reed die Königsstrasse, eine der ältesten Verbindungsstrassen zwischen Mittel- und Nordamerika. Die Musik basierte auf ursprünglichen Akkordfolgen, die von den Flamenco-Gitarristen entwickelt wurden und sich, mit vielfältigen Melodien hinterlegt, zu der fesselnden typisch spanischen Musik entwickelt haben. Kraftvoll, ausdrucksstark und mit einer scheinbaren Leichtigkeit, vor allem in dem hinreissenden Mittelteil, spielte das Murianer Blasorchester dieses äusserst schwierige Stück. Und der grosse Applaus zeigte deutlich, dass die Besucher von den Vorträgen begeistert waren. Mit der Dreingabe, dem «Dona nobis pacem ...» in verschiedenen Variationen, kam zum Abschluss des Konzertabends noch etwas besinnliche Stimmung auf, die dann eine schöne Fortsetzung am wärmenden Feuer vor der Kirche bei einem würzigen Glühwein fand.
| 20.12.2005 -Wohler Anzeiger |
Feurige Musik in bittere Kälte
Traditionelles Weihnachtskonzert der Musikgesellschaft Muri
Das Feuer, das die Musikgesellschaft unter der Leitung von Karl Herzog die Zuhörer spüren liess, rührte von einer vertonten Luzerner Sage über Drachen auf dem Pilatus bis hin zu temperamentvollen spanischen Klängen. Der Murianer Oboist Renato Bizzotto als Solist gab dem Konzert einen Hauch von Weltklasse.
Ein feuriges Konzert versprach die Musikgesellschaft Muri – und sie hielt ihr Versprechen. Es war auch bitter nötig – denn just an jenem Tag hielt der Winter Einzug ins Freiamt. Eisige Böen wehten den Neuschnee von den Dächern der Kirche und peitschten ihn den Besuchern direkt ins ungeschützte Gesicht. Ein wenig musikalische Wärme war da mehr als nur eine Metapher.
Der Komponist Steven Reinecke vertonte eine alte Luzerner Sage über Drachen, die angeblich einst den Pilatus bevölkerten. Das Stück «Pilatus – Mountain of Dragons» thematisiert die Toleranz gegenüber dem Fremden und passte deshalb vortrefflich in die vorweihnachtliche Zeit, wie Pfarrer Urs Elsener bemerkte. «Ist der Friede erst in uns, so ist er in der ganzen Welt», zitierte er sinngemäss aus der Bibel bei seiner Ansage.
Die Sage handelt von einer Gruppe Abenteurern, die sich auf den Pilatus aufmacht, um die dort ansässigen Drachen zu bekämpfen. In einem dramatischen Kampf werden alle ausser einem tödlich verletzt. Der letzte Überlebende fleht den Drachen um Gnade an und dieser – vom Mitleid ergriffen – formt aus seinen eigenen Wunden einen Stein, der fortan als Grundlage für die friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Drache um den Pilatus gilt.
Einen speziellen Gast durfte die Musikgesellschaft Muri für das Stück «Variations» von Nikolai Rimski-Korsakow begrüssen. Der international bekannte Murianer Oboist Renate Bizzotto setzte sich in den anspruchsvollen Solopartien gekonnt in Szene und bereicherte den Konzertabend mit einem Hauch von musikalischer Spitzenklasse. Von 2001 bis 2005 war Bizzotto Solooboist im Shanghai-Radioorchester und später im Beijing-Sinfonieorchester. Heute ist er Mitglied der Bläsersolisten Aargau und des Symphonischen Orchesters Zürich. Daneben unterrichtet er an der Kantonsschule Aarau und leitet den Musikverein Merenschwand.
Bizzotto bereitete es sichtlich Freude, vor einem Heimpublikum aufzutreten, das ihn mit reichlichem Applaus beschenkte. Als spezielles Weihnachtsgeschenk, wie er es nannte, spielte er als Zugabe in Begleitung der Orgel bekannte Beethoven-Motive.
Nicht nur leichte Kost
Anspruchsvollstes Stück – wohl sowohl für die Musiker als auch für die Zuhörer – war das sinfonische Werk «Mosaici Bizantini» von Franco Cesarini. Der Komponist liess sich dafür durch die drei byzantinischen Mosaiken, welche in den Kirchen von Palermo und Venedig zu sehen sind, inspirieren.
Die Musik Muri brachte zwei der drei Sätze zur Aufführung. Beide zeichneten sich durch abstrakt verwobene Rhythmus- und Melodiemuster aus, welche einen stimmungsvollen Klangteppich kreierten. Feingliedrige Motive tauchten auf, hoben ab und wurden zum Spielball der Register. Leichte Momente kippten unverhofft in pompöse und wieder zurück und liessen den Zuhörer etwas ratlos zurück.
Spaniens Feuer zum Schluss
Mit «El Camino Real» von Alfred Reed fand die Musikgesellschaft wieder zum versprochenen Feuer und zu vertrauteren Klängen zurück. Die spanische Musik zwischen Flamenco und Fandango, temperamentvoll und melancholisch zugleich, verfehlte ihre Wirkung nicht und liess das Publikum eine Zugabe fordern. Nach knapp fünf viertel Stunden musikalischer Wärme wartete dann die eisige Kälte der Nacht wieder auf die Besucher. --sh
| 19.12.2005 -Aargauer Anzeiger |
Mystik, Dramatik und Dynamik
MURI Das Winterkonzert der Musikgesellschaft Muri lockte fast 400 Zuhörer in die Pfarrkirche.
ANDREA WEIBEL
Trotz mächtigem Schneegestöber lockte die Musikgesellschaft Muri am Samstagabend ein grosses Publikum zu ihrem Winterkonzert in die katholische Pfarrkirche.
Mühsam war die Anreise, es schneite wie schon lange nicht, man sah kaum die Hand vor den Augen - trotzdem fanden fast 400 Menschen den Weg in die katholische Pfarrkirche Muri. Was sie drinnen erwartete, war die Mühe eindeutig wert. Die 64 Musiker der Musikgesellschaft Muri wussten das Publikum durch eine wunderbare Mischung aus Mystik, Dramatik und Dynamik zu fesseln und für sich zu gewinnen.
Durch den Abend führte der Murianer Pfarrer Urs Elsener.
REISE ZURÜCK INS MITTELALTER
Zu Beginn wurde ein kurzer Marsch von Alfred Reed gespielt, ,,ein spannungsgeladenes, mit Schwung durchzogenes Stück», so Elsener. Bereits darauf inszenierte das Orchester unter der Leitung von Dirigent Karl Herzog den ersten Höhepunkt des Abends. Mit «Pilatus: Mountain of Dragons» wurden die Zuhörer auf eine Reise zurück ins Mittelalter eingeladen. Das Lied war so dynamisch und gefühlvoll vorgetragen, dass einem zuweilen kalte und warme Schauer den Rücken hinunterliefen. Das dritte Stück holte die Zuschauer wieder näher an die Neuzeit heran. Das russische Militärlied, welches folgte, stammt nämlich aus dem Jahr 1873. Hierfür war es der Musikgesellschaft gelungen, einen Gastmusiker zu verpflichten, nämlich den bekannten Murianer Solisten Renato Bizzotto, der als Zugabe sogar noch mit einer Cantate Bachs überraschte.
Selbstverständlich kam auch die Kirche nicht zu kurz. Von den drei kirchlichen italienischen Mosaiken, die Franco Cesarini musikalisch verewigt hat, spielte das Orchester das Erste und das Dritte.
SPANISCHES FEUER
Den zweiten Höhepunkt des Abends stellte «El Camino Real - A Latin Fantasy» dar. Elsener bezeichnete den feurigen Stil des Komponisten Alfred Reed als «die wahre spanische Sprache».
Als Zugabe wurde passend zur Weihnachtszeit der Wunsch nach Frieden musikalisch festgehalten und unterstrichen. Das Publikum wollte nicht mehr aufhören zu applaudieren.
| 22.12.2005 -Geschäftsblatt |
Reife Leistung der Musikgesellschaft Muri
PK. Unter der bewährten Leitung von Karl Herzog trat die Musikgesellschaft Muri am Samstag in der Pfarrkirche mit einem anspruchsvollen Konzertprogramm vors Publikum. «Hausherr» Pfarrer Urs Elsener führte durch den Abend.
Mit dem Marsch aus der «First Suite for Band» von Alfred Reed wurde das Konzert eröffnet. Pfarrer Elsener bedankte sich bei den Musikantinnen und Musikanten für ihren Einsatz, den sie im Verlauf des Jahres jeweils für die Kirche leisten. Das Stück «Pilatus – Mountain of Dragons» (Berg der Drachen) versetzte die Zuhörer in die schroffe Bergwelt und in die Sagenwelt der Drachen. Einen besonderen Leckerbissen bekam das Publikum mit Nikolai Rimsky-Korsakovs «Variations an a Theme of Glinka» für Oboe und Blasorchester zu Gehör. Der international bekannte Murianer Renato Bizzotto übernahm den Solopart an der Oboe und erntete für diesen Auftritt viel Applaus. Als Zugabe spielte er zusammen mit Kirchenorganist Johannes Strobl ein Stück von Johann Sebastian Bach. Von Russland gings im nächsten Stück nach Bizanz. Der zeitgenössische Tessiner Komponist Franco Cesarini verwendet in «Mosaici Bizantini» Stellen aus dem Matthäusevangelium. Mit «El Camino Reale – A Latin Fantasy» von Alfred Reed ging das eindrückliche Konzert zu Ende.
Allerdings wurden die Akteure vom begeisterten Publikum nicht ohne Zugabe entlassen, die mit «Dona Nobis Pacem» von Thomas Doss gerne gewährt wurde.
| 10.05.2005 -Der Freischütz |
Erlebnisreiche Unterhaltungsmusik, dargeboten durch einen imposanten Klangkörper
Musikgesellschaft Muri präsentierte die Jazz-Suite Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch
An ihrem Frühlingskonzert wartete die Musikgesellschaft Muri unter der Leitung von Karl Herzog mit einem besonderen Werk für Musikliebhaber auf; der Jazz-Suite Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch. Im zweiten Teil begeisterten jazzige Stücke von Glenn Miller und Alfred Reed das zahlreich erschienene Publikum.
(jst) «Das Konzert soll ein Erlebnis werden und Gefühle wecken!» schreibt der Präsident Markus Strebel im Vorwort zum Programmheft. Mit der Aufführung der «Jazz-Suite Nr. 2» gelang es der Musik Muri, ihr Publikum mit einem ganz besonderen Erlebnis zu erfreuen und Unterhaltungsmusik mit dem warmen, vollen Klang eines Blasorchesters zu bieten. Dazu passten auch das Ambiente des umgebauten Festsaales bestens und die Musikerinnen und Musiker in ihren dunklen Anzügen an Stelle der traditionellen roten Uniform. Mit dem gewaltigen «Mr. Music» von Alfred Reed erfolgte der Einstieg in einen tollen Konzertabend.
Zündende Rhythmen und schmissige Melodien
Dmitri Schostakowitch, der vor allem bekannt ist durch seine Klavierwerke und Sinfonien, schrieb seine zweite Jazz-Suite im Jahre 1938 auf Wunsch des neu gegründeten staatlichen Jazz orchesters. Die Jazz-Suite Nr. 2 mit den Sätzen Marsch, Lyrischer Walzer, Tanz 1, Tanz 2, Walzer Nr. 2 und Finale zeichnet sich durch eine brillante und gewitzte Orchestrierung für ein Sinfonieorchester mit vier Saxophonen, einem Akkordeon und einer Gitarre aus. Die Musik entspricht jedoch schwerlich dem gängigen Jazzbegriff, bedient sich der Komponist doch eines leichten Musikstils, den er bereits aus giebig in seiner Film- und Bühnenmusik erprobt hatte.
Johan de Meij, ein bekannterArrangeur und Komponist, hat das Werk für Blasorchester umgeschrieben. Und da in der Originalfassung der Jazz-Suite Nr. 2 auch ein Akkordeon eingesetzt wird, verpflichtete die Musik Muri die Akkordeonistin Andrea Ulrich aus Schwyz. Sie verlieh dem Werk mit ihren Soloeinlagen eine ganz besondere Klangkultur.
Eine gelungene Interpretation
Gleich von Beginn weg spürte der auf merksame Zuhörer, dass sich die Klangfarbe der Musik Muri stark verändert hat und die Blechbläser wie in einem Sinfonieorchester in der Minderheit sind. Mit 6 Flöten/Piccolo, 13 Klarinetten, Fagott und 10 Saxophonen ohne Zuzüger sind die Holzbläser doppelt vertreten gegenüber den 16 Blechbläsern mit 2 Hörnern, 6 Trompeten/ Kornett, 2 Euphonium, 2 Posaunen und 4 Bässen. Das Bassregister wird ja seit einigen Jahren zusätzlich durch zwei Kontrabässe bereichert.
Mit dieser Orchestrierung kam das musikbegeisterte Publikum in den Ge nuss einer tollen aber auch ausgewoge nen Aufführung dieses einmaligen Werkes. Und man spürte es gleich von Anfang an, dass Karl Herzog mit seinen Musikerinnen und Musikern in den Proben gute Arbeit geleistet hat und gut vorbereitet in den Konzertabend einsteigen konnte. Es war daher nicht nur eine Freude, die Musik zu geniessen, sondern auch ein Erlebnis zu spüren, mit welcher Aufmerksamkeit die Musiker dabei waren und genau die Anweisungen des Dirigenten befolgten. Nach dem fulminanten Marsch folgten beschwingte und tänzerische Melodien, und spätestens beim Walzer 2 merkten besonders die regelmässigen Kinobesucher, dass sie diese Melodie aus der Filmmusik kennen. Mit einem imposanten Finale ende te die Jazz-Suite, und das aufmerksame Publikum war vollends begeistert und zollte den Ausführenden einen tosenden Applaus; und sie kamen ein zweites Mal in den Genuss dieses brillanten und mächtigen Schlusssatzes. Jazz, Pop und Swing
In der Pause war natürlich das eben ver klungene Werk ein Diskussionsthema, und die Musikantinnen und Musikanten durften berechtigtes Lob entgegennehmen. Bei einem Cüpli oder sonst einem Aperogetränk genoss man die gute Stimmung im Festsaal und freute sich bereits auf den zweiten Konzertteil mit jazzigen und popigen Melodien.
Die Mitglieder des Murianer Blasorchesters hatten sich in der Pause gut erholt und warteten gleich mit einem weiteren Höhepunkt auf: «Pop for Band» des bekannten Goff Richards. Dieses Stück schrieb der Komponist 1993 als 1.-Klass-Stück für einen Musikwettbewerb in Bern. Alfred Reed, der auch das zu Beginn des Konzertabends aufgeführte «Mr. Music» komponiert hat, ist einer der bekanntesten und meist gespielten noch lebenden Blasorchester-Komponisten auf der Welt. Seine Musik . weckt bei vielen Leuten Emotionen durch die Klangfarben und Melodien. Die häufig für das Orchester anspruchsvollen Kompositionen unterhalten den Zuschauer auf kurzweilige Art.
Dies war im Murianer Festsaal nicht anders mit der Komposition «Curtain Up»; für einmal kein Arrangement. Glenn-Miller-Melodien mit solistischen Einsätzen verschiedenster Soloinstrumente kamen beim Publikum sehr gut an. Im Arrangement von Naohiro Iwai brillierten das Saxophon, der Kontrabass, die Trompete und die Klarinette mit einem tollen Solo, und die Musiker ernteten dafür gleich Szenenapplaus. Mit diesem Werk war man am Ende des abwechslungsreichen Programmes.Das Publikum war damit jedoch nicht zufrieden und forderte das Korps zu zwei weiteren Einlagen heraus.
Bald wieder zu hören
Die Musikgesellschaft Muri gibt anlässlich der Spitaleinweihung vom 21. Mai ein Platzkonzert. Am Musiktag in Bünzen vom 29. Mai warten die Murianer mit einem Mittagskonzert auf, und anlässlich der Klosterhofeinweihung vom 25. Juni steht ein Pavillonkonzert auf dem Programm. Wichtig ist der Termin des nächsten Winterkonzertes vom 17. Dezember. Sicher werden die Besucher dann einmal mehr in den Genuss eines besonderen Werkes kommen.
| 12.05.2005 -Geschäftsblatt |
Musikgesellschaft Muri begeistert ihr Publikum
PK. Unter der Leitung ihres Dirigenten Karl Herzog bringt die Musikgesellschaft Muri an ihren Konzerten immer wieder Highlights der Musikliteratur zu Gehör — am Wochenende unter anderem die Jazz-Suite Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch. Die bewährte Anordnung von Korps und Konzertbestuhlung bot dem Publikum eine optimale Akustik und einen freien Blick auf die Musiker/innen. Auch sonst wurde den Besuchern viel geboten, sei es in musikalischer oder kulinarischer Hinsicht. Gleich zu Beginn begeisterte die Musikgesellschaft mit «Mr. Music» von Alfred Reed. Als Höhepunkt gelangte vor der Pause die wohl bekannteste Komposition von Dmitri Schostakowitsch, die Jazz-Suite Nr. 2, zur Aufführung. Das Stück weicht stark vom westlichen Jazz ab und bringt viel Schwung, aber auch Melancholie zum Tragen. Das rund 25-minütige Werk ist in sechs Sätze gegliedert, von denen jeder in sich abgeschlossen wirkt. Akkordeonistin Andrea Ulrich aus Schwyz meisterte ihren Part mit Bravour. Der Applaus des Publikums wollte nicht enden, sodass die Musikgesellschaft einen Satz als Zugabe wiederholte.
Nach der halbstündigen Pause kam das aufmerksame Publikum in den Genuss von «Pops for Band» von Goff Richards (arrangiert von Ray Woodfield). Auch «Curtain Up» von Alfreed Reed gefiel den Zuhörern. Den glänzenden Schlusspunkt setzten die Musikanten mit dem «Glenn Miller Medley», arrangiert von Naohiro Iwai. Anschliessend verabschiedeten sie sich mit einem rasanten Marsch und einer weiteren Zugabe vom begeisterten Publikum.
| 21.12.2004 - Der Freischütz - Titelseite |
Mit musikalischen Mitteln in Muri den Wunsch nach Frieden ausgedrückt
(red) Das Niveau der Dorfmusik hat sie zweifellos überschritten, die Musikgesellschaft Muri ist in den vergangenen Jahren zum Blasorchester von Rang avanciert. Einmal mehr bewies sie dies mit ihrem Winterkonzert, das am Samstag in der Pfarrkirche St. Goar stattfand. Mit dem Werk «Et inTerra Pax» von Jan Van der Roost, das im Auftrag der «Concert Band Vlamertinge» geschrieben worden war, wussten die Musikanten die Zuhörer zu beeindrucken. «Et in Terra Pax» ist ein Plädoyer an den Frieden. Dieses Bedürfnis nach einer friedvollen Zukunft wurde unter anderem im vokalen Anteil der Ausführenden zum Ausdruck gebracht. Viel Aufmerksamkeit fand auch «Concerto» von Heinrich Hübler, ein Quartett für 4 Waldhörner und Blasorchester, bei dem die Hornsolisten Stefan Benz, Felix Messmer, Christian Schweizer und Samuel Stoll begeisterten. Im November 2003 hatten sie das «Lucerne Hornquartet» gegründet.
«Grand March» von Soichi Konagaya, «Theatre Music» von Philip Sparke und «The Bells of Christmas» von Robert Longfield waren weitere Höhepunkte des Winterkonzerts.
| 21.12.2004 - Der Freischütz - Seite 3 |
Mit auserlesener Musik den Frieden beschworen und die tägliche Grausamkeit verbannt Winterkonzert der Musikgesellschaft Muri und dem «Lucerne Hornquartet »Das Winterkonzert 2004 der
Musikgesellschaft Muri wurde zu
einem weiteren Höhepunkt in der
Vereinsgeschichte. Ein spezieller
Höhepunkt war sicher das
Konzert für 4 Hörner und
Blasorchester mit dem «Lucerne
Hornquartet», aber auch das
Werk «Et in Terra Pax», ein
Plädoyer an den Frieden. (jst) Die Musikgesellschaft Muri hat sich mit dem Winterkonzert 2004 endgültig als Dorfmusik abgemeldet und wartete als Blasorchester mit besonderen musikalischen Leckerbissen auf. Mit dem vielseitigen Instrumentarium und einer professionellen Probenarbeit ist es dem Verein gelungen, die ausgewählten Werke mit dem richtigen Einfühlungsvermögen und dem nötigen Temperament wiederzugeben und das Gotteshaus beinahe zum Zittern zu bringen. Auf jeden Fall ist es den Musikantinnen und Musikanten mit dem Dirigenten Karl Herzog sowie Pfarrer Urs Elsener, der durch das Programm führte, gelungen, den Weihnachtsgedanken wachzurütteln, nämlich den Frieden auf Erden für alle Menschen. Et in Terra Pax - Frieden auf Erden
Das Flackern der vier Kerzen am Adventskranz im Hintergrund des Blasorchesters verrieten es zum Voraus, dass mit dem «Grand Marche» des Japaner Komponisten Soichi Konagaya ein Konzertstück voller Spannung und mächtigen Tuttieinlagen zur Aufführung gelangen wird. Ob dabei die geänderte Akustik in der Pfarrkirche St. Goar zur tollen Wiedergabe beitrug, entzieht sich der Erkenntnis des Berichterstatters. Das Publikum war jedenfalls begeistert von der tollen Einstimmung an diesem Abend. Die Pfarrerinnen und Pfarrer vieler Religionen predigen besonders in der Advents- und Weihnachtszeit viel über den Frieden. «Et in Terra Pax» von Jan Van der Roost ist ein Plädoyer an den Frieden. Und dieser sich immer wiederholende Friedenswunsch kam im vokalen Anteil der Ausführenden - im Hintergrund der Musik - sehr eindringlich zum Ausdruck wie ein flehendes Gebet. Der Komponist hat in diesem Werk bewusst auf jegliche Form der Aggression verzichtet. Trotzdem war die Angst vor Gewalt und Zerstörung vor allem in den Allegropassagen deutlich zu hören und zu fühlen. Am Ende machte die anfängliche Spannung der Hoffnung Platz: Möge die Friedlichkeit auch im täglichen Leben die Grausamkeit verbannen. Ein hervorragendes Hornquartett
Mit dem Konzert für vier Hörner und Orchester von Heinrich Hübler kam das Publikum am Samstagabend in den Genuss eines ganz speziellen Werkes der Romantik. In jener Epoche war das Waldhorn ein beliebtes Orchester- und Soloinstrument, denn es besass schon damals in allen Klangfarben besondere Brillanz und Tragfähigkeit. Die fanfarenschmetternden Signalklänge verleihen dem Instrument einen eigenständigen Charakter, und sie gelangen den vier Waldhornisten des Lucerne Hornquartets - Felix Messmer, Stefan Benz, Christian Schweizer und Samuel Stoll - ausgezeichnet. Überhaupt erfreuten die vier jungen Musikstudenten die Besucher mit Blasmusik von hohem Niveau. Das Stück begann mit einem marschähnlichen Thema, welches dann von den vier Solisten in diversen Variationen und unterschiedlichen Klangspektren aufgenommen und dargestellt wurde. Mit einem schlichten jedoch emotionalen Lied wurden die Zuhörer in die sehnsuchtsvolle Welt jener romantischen Zeit versetzt. Im letzten Satz liessen Signalhörner die Jagdgesellschaft vorbeireiten, begleitet von einer wilden Meute, und so endete das Werk in einem fulminanten Finale. Von der Theatermusik zum Weihnachtsfest
«Theater Music», eine Programmmusik des britischen Musikers und Komponisten Philip Sparke, führte die Zuhörer hinter die Kulissen der Theaterarbeit. Die begeisternden Themen, die an alle Instrumentenregister hohe Anforderungen hinsichtlich Musikalität, Tempo und Rhythmik stellten, wurden von den Aufführenden tadellos gemeistert und lösten beim Publikum ein positives Echo aus. Besonders der Zwischenakt mit den wunderschönen Solomelodien von Flöte und Altsaxophon, Oboe und Tenorsaxophon sowie der Trompete er freuten das Publikum in der Pfarrkirche ganz besonders. Die Frohbotschaft zum Frieden kam dann ganz zum Schluss noch einmal einmütig zum Ausdruck in «The bells of Christmas» von Robert Longfield. Mitten in die bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen in Amerika erklangen in diesem Werk die Frieden verkündenden Glocken, und Urs Elsener erzählte mit dezenter musikalischer Untermalung die Geschichte dieses tragischen Weihnachtsfestes, an welchem doch noch etwas Hoffnung aufkam.
Jazz-Suite von Dimitri
Schostakowitch
Nicht wie üblich mit einigen bekam Weihnachtsmelodien als Dreingabe, sondern mit einem weiteren anspruchsvollen Werk für Blasorchester verabschiedete sich die Musikgesellschaft Muri von seinem treuen Publikum und belohnte die Besucher für ihr Kommen vor der Kirche mit Glühwein.
Im Pfarreiheim war dann Gelegenheit geboten, mit den Aktiven auf das Winterkonzert anzustossen und sich bereits auf das Frühjahrskonzert zu freuen mit der Jazz-Suite Nr. 2 von Dimitri Schostakowitsch im ersten Teil und jazzigen Stücken von Glenn Miller und Duke Ellington im zweiten Teil.
| 21.12.2004 - Wohler Anzeiger - Seite 8 |
Von kraftvoll bis besinnlich - Winterkonzert der Musikgesellschaft Muri auf hohem Niveau Vor einem grossen Publikum präsentierte die Musikgesellschaft Muri ihr abwechslungsreiches Winterkonzert, das ebenso feierlich wie energievoll war. Einer der grossen Höhepunkte war der Auftritt des «Lucerne Hornquartet». Das beliebte Winterkonzert der Musikgesellschaft Muri in der Pfarrkirche lockte auch dieses Jahr wieder zahlreiche Zuhörer und Zuhörerinnen an. Sie wurden verwöhnt mit einem abwechslungsreichen Programm, das ebenso lebendige, kraftvolle Passagen wie besinnliche und nachdenkliche Momente vereinte. Als pompöser Einstieg wurde der «Grand March» von Soichi Konagaya vorgetragen, woraufhin Pfarrer Urs Elsener die vielen Gäste sowie die Musikgesellschaft mit Dirigent Karl Herzog begrüsste. Elsener sorgte auch für den Rest des Abends für eine informationsreiche Moderation und gestaltete ausserdem das Konzert aktiv mit. Als erster Höhepunkt des Abends wurde das Werk «Et in Terra Pax», was so viel wie Friede auf Erden bedeutet, von Jan Van der Roost, angekündet. Das «Lucerne Hornquartet» begeisterte das Publikum
In dem Stück über Krieg wurde jegliche aggressive Vertonung ausgelassen. Trotzdem gelang es der Musikgesellschaft das Gefühl der Angst und am Schluss der Hoffnung auf Frieden musikalisch auszudrücken. Der Sprechtext «Et in Terra Pax», welcher fast beschwörerisch wie ein flehendes Gebet anfangs wild durcheinander, später im vereinten Takt in den musikalischen Vortrag einfloss, verbreitete eine mystische Stimmung. Nachdenkliche Worte liess zudem Pfarrer Elsener einfliessen. Für Begeisterung beim Publikum sorgte das Concerto für vier Hörner und Blasorchester von Heinrich Hübler. Dafür wurde die Musikgesellschaft vom «Lucerne Hornquartet», bestehend aus Felix Messmer, Stefan Benz, Christian Schweizer und Samuel Stolz unterstützt, welche die Solistenpassagen gestalteten. Die vier jungen Musikstudenten geniessen eine hochrangige Ausbildung und spielten dementsprechend auf hohem Niveau. Das war für das Concerto auch nötig: Lyrische Passagen wurden abgelöst von virtuosen, fanfarischen, gefolgt von romantischen Melodien und schliesslich von jagdgesellschaftlichen Klängen.Nachdenkliche,
friedvolle Stimmung
Genauso abwechslungsreich war «Theater Music» von Philip Sparke, welches die Musikgesellschaft mit viel Reingefühl spielte. Mit Bravour meisterten sie den Wechsel vom lebhaften ersten Satz, zum ruhigen nachdenklichen zweiten. Im dritten finalen Satz wurde schliesslich die Anfangsmelodie wieder aufgegriffen und zu einem friedlichen Ende geführt. Aufwärmen bei
einem heissen Punsch
Weihnachtlich und besinnlich wurde es mit dem abschliessenden Vortrag «The Bells of Christmas» von Robert Longfield. Auch hier wurde die Botschaft «Friede auf Erden» vermittelt. Zu den ruhigen Melodien, mit kurzen aufbrausenden Passagen, sprach Pfarrer Elsener von Krieg und Frieden, von Hoffnung und Glück und verbreitete eine nachdenkliche, friedvolle Stimmung in der Kirche.
Nach einer Zugabe entliess die Musikgesellschaft das überaus begeisterte Publikum nach draussen, wo es sich an einem Punsch wärmen konnten. --ck
| 11.5.2004 - Aargauer Zeitung - Titelseite |
Die Musik Muri und das Märchen
GELUNGENES KONZERT Die Musikgesellschaft
Muri wagte sich an ein klassisches Stück - und begeisterte
SUSANNA VANEK
Prokofjews Peter hat Muri besucht. Am Wochenende sah man ihn an zwei Konzerten
förmlich über Wiesen flitzen und den bösen grauen Wolf einfangen.
Möglich machte das die Musikgesellschaft Muri.
Kaum eine andere klassische Musik ist schon in Kinderzimmern so präsent
wie "Peter und der Wolf" von Prokofjew. Charakteristisch für
das sinfonische Märchen ist, dass jede Gestalt durch ein bestimmtes Melodiemotiv
und das dazugehörige Instrument dargestellt wird. Wenn der kleine Vogel
etwa in der Luft herumwirbelt und fröhlich die Tonleiter rauf- und runterträllert,
dann wird das durch die ebenso quirlige Flöte zum Ausdruck gebracht. Wenn
dagegen das Fagott schwer und dunkel klingt, dann tritt der Grossvater auf,
bestimmt und mit Nachdruck tadelt er Peter, der das Gartentor offen gelassen
hat. Damit wird das Märchen musikalisch so erzählt, dass auch kleine
Kinder dem Geschehen folgen können. Mit Klängen, Pauken und Trompeten
wird der gesprochene Text des Erzählers - in Muri der Bremgarter Peter
Fischli in Bestform - begleitet, bekommt so eine eindrückliche Intensität.
Eine zwar schöne, gleichzeitig aber auch sehr schwere Aufgabe, die sich
die Musikgesellschaft gestellt hatte. "Peter und der Wolf" verlangt
nach grosser Präzision - und die gelang den Murianern. Die Klänge
verwandelten den Festsaal in die Örtlichkeiten des Märchens, verzauberten
das zahlreich erschienene Publikum. Das Wagnis der Musikgesellschaft, für
einmal einen etwas anderen Weg zu beschreiten, ist damit voll aufgegangen.
| 11.5.2004 - Aargauer Zeitung - Seite 5 |
Mut lohn sich - für Peter und
die Musiker
SUSANNA VANEK
Ein Konzert solle ein Erlebnis sein, schreibt Markus
Strebel zur Einleitung im Programmheft. Seine Musikgesellschaft hat diese Forderung
in ihren jüngsten beiden Auftritten unter der Leitung von Karl Herzog beeindruckend
erfüllt.
In schwarzer, individueller Kleidung statt in Uniform - schon,
wie die Mitglieder der Musikgesellschaft Muri die Buhne im Festsaal betraten,
machte klar, dass sie neue Wege beschreiten wollten. Sie zeigten dabei Mut -
und, es sei vorweggenommen, das hat sich gelohnt. Der lange Schlussapplaus war
wohlverdient.
Doch von Anfang an. Mit dem Marsch "Second Century" startete die Musikgesellschaft
mit fröhlichen Klängen in ihr Programm. Ein kraftvolles Finale, und
schon war man beim Höhepunkt des Abends angelangt, bei Prokofjews berühmtem
musikalischem Märchen "Peter und der Wolf". Der Bremgarter Peter
Fischli hatte dafür, basierend auf der Loriot-Fassung, eine Freiämter
Version erarbeitet. Diese zeigte leichte Varianten gegenüber der Originalfassung.
Was dem Stück sicher nicht schadet, hatte doch Prokofjew mit seiner Figur
Peter den neuen sowjetischen Menschen im Kopf, und entsprechend war der Triumphzug
am Schluss auch in einem politischen Kontext gemeint - der Komponist hatte sein
symphonisches Märchen schliesslich 1936 geschrieben. Bei Peter Fischli
gibt es zwar einen feierlichen Umzug, während der Wolf in den Wald - und
nicht, wie im Original, in den Zoo - getragen wird. Aber der ist auf erfrischende
Weise grotesk gefärbt. Der Grossvater denkt an den entgangenen Sonntagsbraten,
die Katze daran, dass sie am nächsten Tag den Vogel fangen will. Der hat
mitgeholfen, den Wolf zu fangen, und freut sich nun darauf, anderntags die Katze
zu ärgern. Die Ente schliesslich, die man bei Prokofjew nur aus dem Bauch
heraus quaken hört (und die sich offenbar fürchtet), geniesst den
Aufenthalt im Bauch des Wolfes. Sie streckt ihm sogar die Zunge heraus. Ein
versöhnliches Ende, keine Opfer, dafür einige Sieger. Fazit: Das Engagement
von Peter Fischli als Sprecher und Texter hat sich unbedingt gelohnt.
Prokofjews Musik ist melodisch, harmonisch - und kommt so leicht daher wie eine
Frühlingsbrise. Nichtsdestotrotz stellte das Stuck die höchsten Ansprüche
an die Musikgesellschaft Muri. So sind jeder der Figuren in der Geschichte ein
Instrument und eine Melodie zugeordnet: dem kleinen Vogel die Flöte, der
Ente die Oboe, der Katze die Klarinette, dem Grossvater das Fagott, dem grossen
Wolf Hörner - und Peter nicht Violinen, wie im Original, sondern Klarinette
und Saxofon. Das bedeutet, dass die Musikerinnen und Musiker mehr als sonst
sich konzentrieren und mitzählen mussten, tun ihre Einsätze nicht
zu verpassen. Alle meisterten die Aufgabe aber bestens. Weswegen der Dirigent
Karl Herzog schon während des Stücks immer wieder übers ganze
Gesicht strahlte.
Nach der Pause gab es "Disneyfantasien" - hier sah man die vielen
anwesenden Kinder begeistert mitsummen - Gershwin-Klänge mit "Strike
up the Band" und "Der Zauberer von Oz" - sowie drei Zugaben.
| 11.5.2004 - Der Freischütz - Titelseite |
"Peter und der Wolf" faszinierte
in Muri
(red) Die Musikgesellschaft Muri geht neue Wege, seit Karl Herzog die Direktion
innehat. Nach der Aufführung von Carmina Burana im März 2003 wurde
das musikalische Märchen "Peter und der Wolf" erarbeitet und
am vergangenen Wochenende aufgeführt.
Neue Wege eingeschlagen hat man aber nicht nur in den Inhalten, sondern auch
in der Form. Um der nicht optimalen Akustik im Festsaal entgegenzuwirken, wurde
das Publikum auf und vor die Bühne versetzt, und die Musikantinnen und
Musikanten spielten im hinterenTeil des Saales. Man entschied sich auch für
die abgestufte Konzertbestuhlung und nicht für die traditionelle Festbestuhlung.
Das Experiment ist in jeder Hinsicht geglückt.
| 11.5.2004 - Der Freischütz - Seite 3 |
Die andere Art eines Jahreskonzertes
begeisterte an zwei Abenden ein grosses Publikum
Die Musikgesellschaft Muri führte das musikalische Märchen
"Peter und der Wolf" auf
Für das Frühlingskonzert 2004 hatte die
Musikgesellschaft Muri das faszinierende Märchen"Peter und der Wolf"
einstudiert und am vergangenen Wochenende zusammen mit dem Schauspieler Peter
Fischli als Sprecher einem grossen Publikum präsentiert. Der Konzertabend
war mit weiteren musikalischen Höhepunkten bereichert.
(jst) Die Musikgesellschaft Muri geht neue Wege, seit Karl Herzog die Direktion
übernommen hatte. Seit der Aufführung von Carmina Burana im März
2003, zu welcher sich der Verein eine zweite "festliche Uniform" angeschafft
hatte, erfolgen die Auftritte an den Winterkonzerten und neu auch am Frühlingskonzert
im dunklen Anzug. Und um der nicht optimalen Akustik im Festsaal entgegenzuwirken,
wurde das Publikum auf und vor die Bühne versetzt, und die Musikantinnen
und Musikanten spielten im hinteren Teil des Saales. Man entschied sich auch
für die abgestufte Konzertbestuhlung und nicht die traditionelle Festbestuhlung
mit Tischen und Stühlen. Damit entfielen die zum Teil lästigen Lärmimmissionen
während des Konzertes durch den Service und die weniger aufmerksamen Konzertbesucher,
die ihre Gespräche auch während der Vorträge jeweils weiterführen.
Zudem schätzten es die Aufführenden, im rauchfreien Umfeld spielen
zu dürfen. Die Besucher hatten aber vor und nach dem Konzert sowie in der
Pause die Möglichkeit, ihren Hunger und Durst am Buffet im Foyer zu stillen
und sich dabei eine Rauchpause zu gönnen. Und um die Einnahmen aus dem
Tombolalosverkauf zu kompensieren, wurden die Eintrittspreise angehoben. Mit
diesen Neuerungen sind vor allem diejenigen Leute auf ihre Rechnung gekommen,
die vor allem gute Musik ungestört geniessen möchten. Dies zeigte
sich auch bei der Zusammensetzung des Publikums, und bemerkenswert ist auch
die Feststellung, dass vor allem viele junge Leute diesen Konzertabend besucht
haben. Zu hoffen ist, dass sich diese Neuerungen für den Verein positiv
auswirken werden.
Musikalische Erzählung für Kinder faszinierte
auch die Erwachsenen
Sergej Prokofjew, der nach seiner Rückkehr nach Russland vor allem vorwiegend
politisch engagierte Musik schrieb, wurde vom Zentralen Moskauer Kindertheater
beauftragt, ein musikalisches Märchen zu schreiben. So entstand die "unpolitische"
Erzählung "Peter und der Wolf", welche am 2. Mai 1936 uraufgeführt
wurde: "Peter, sein Grossvater und die Jäger treiben den auf Vogel,
Katze und Ente gierigen Wolf in die Enge, fangen ihn ein und führen ihn
im Triumphzug in den Zoo ...". Prokofjew verstand es mit viel pädagogischem
Gespür, die von ihm selbst niedergeschriebene märchenhafte Begebenheit
mit einer lebendigen Präsentation instrumentaler Klangfarben und Spieltechniken
zu verbinden.
Alle nur denkbaren Spielarten illustrativ-musikalischer Darstellung wurden in
diesem Konzert - das sich auch als Experiment verstand - angeschlagen und wurden
von den einzelnen Solisten und Registern der Murianer Musikanten bestens wiedergegeben:
Angstvolles Vogelgeflatter fand seinen Ausdruck in einer trällernden Flötenfiguration,
das Schiessen der Jäger in Pauken- und Trommeltiraden, Entengeschnatter
in einer näselnden Oboenkantilene, der leichtfüssige Gang der schleichenden
Katze in der sachten und federnden Leichtigkeit der Klarinette.
Die zahlreichen musikalischen Einzelmomente verbanden sich mit der Erzählung
und den Zwischenerklärungen des hervorragenden Sprechers Peter Fischli
aus Bremgarten zu einem dramaturgisch geschickt gesteuerten Ganzen, ohne der
Gefahr billiger Kindertümelei zu erliegen. Auf jeden Fall war das Publikum
begeistert und spendete den Ausführenden grossen Applaus.
Ein abenteuerliches Erlebnis
Eröffnet wurde der Konzertabend mit dem fulminanten Konzertmarsch "Second
Century" von Alfred Reed, und nach der Pause gelangte die "Disney
Fantasy", ein Arrangement von Naohiro Iwai, zur Aufführung, das vom
Publikum mit Begeisterung aufgenommen wurde, sowie auch "Strike up the
Band" von George und Ira Gershwin und arrangiert von Jerry Brubacker.
Einen weiteren Höhepunkt hinter einen tollen Konzertabend setzte das Murianer
Blasmusikorchester mit der Wiedergabe der wunderschönen Melodien des Musicals
"Der Zauberer von Oz" von Harold Arien und E.Y. Harburg. Die kleine
Dorothy gerät im Traum in das farbenprächtige Land Oz jenseits des
Regenbogens. Auf der Suche nach dem mächtigen Zauberer trifft sie auf seltsame
Gestalten wie die Vogelscheuche, den Blechmann und den ängstlichen Löwen.
Dorothy entdeckt aber schon bald, dass der Zauberer ein Schwindler ist; trotzdem
schafft sie die Rückkehr nach Hause.
Aus dieser märchenhaften Geschichte, die 1939 in Hollywood verfilmt wurde,
hat James Barnes ein überzeugendes Arrangement für Blasorchester zusammengestellt,
das der Musikgesellschaft Muri mit ihrem engagierten Dirigenten Karl Herzog
mit Bravour gelang. Nicht umsonst verlangte das begeisterte Publikum noch Dreingaben,
die natürlich gewährt wurden.
Weitere Auftritte im Jahr 2004
Als nächster grosser Auftritt steht das Konzert am 12. Juni in Höchenschwand
D auf dem Jahresprogramm. Am 11./12. September wird die Musikgesellschaft Muri
am 1. Schweizer Blasmusikfestival in Brunnen teilnehmen. Zu einem weiteren kulturellen
Höhepunkt in Muri dürfte sicher das Winterkonzert in der Pfarrkirche
Muri vom vierten Adventssonntag am 18. Dezember werden.
| 11.5.2004 - Wohler Anzeiger |
Die Musikgesellschaft hat keinen Aufwand gescheut, ihr Jahreskonzert zu einem
speziellen Anlass zu gestalten. Eine eigens für das Konzert errichteten
Bühne und eine gestufte Zuschauertribüne sollten allen Zuschauern
einen optimalen Blick auf das Geschehen ermöglichen.
Geboten wurde ein abendfüllendes Programm auf gewohnt hohem Niveau. Die
gewählten Stücke umzeichneten die Stimmung des Märchenhaften,
die Faszination von Fantasiewelten. So spielte die Musikgesellschaft Arrangements
mit Motiven aus der Disneywelt und aus dem Film "Der Zauberer von Oz",
die wohl bei manchem Besucher Wiedererkennungseffekte auslösten.
"Peter und der Wolf" - ein sinfonisches
Märchen
Im Zentrum des Abends stand aber das sinfonische Märchen "Peter und
der Wolf" von Sergej Prokofjew, das sowohl von den Musikanten unter der
Leitung von Karl Herzog als auch vom Sprecher einiges abverlangte.
Charakteristisch für das musikalische Märchen ist, dass jede Märchengestalt
im Orchester durch ein bestimmtes Motiv und das zugehörige Musikinstrument
vorgestellt wird. Prokofjew schrieb die Komposition im Jahre 1936 innerhalb
einer Woche und noch im selben Jahr wurde sie in Moskau unter seiner Leitung
aufgeführt. Mittlerweile hat sich das Märchen zu einem echten Klassiker
in jedem Kinderzimmer gemausert.
Weil Peter unartig ist, kommt der böse Wolf unter bedrohlichen Hornklängen
aus dem Wald, wie ihm dies sein
Grossvater in finsteren Fagotttönen prophezeit hat. Der Wolf schnappt sich
die unachtsame, oboesk schnatternde Ente, hat beileibe noch nicht genug und
will sich auch noch die klarinettistisch motivierte Katze zu Gemüte führen.
Peter, in seiner holzbläserischen Gewieftheit, rauft sich mit einem querflötenden
Vogel zusammen und sie vermögen den Wolf in einer dramatischen Aktion zu
überlisten, wobei ihnen beinahe noch die auf die grosse Pauke hauenden
Jäger einen Strich durch die Rechnung machen. Zum Schluss sind aber alle
zufrieden und der Wolf wird dorthin zurückgebracht, wo er hingehört:
in den Wald.
Adaption von Peter Fischli
Mit Peter Fischli als Sprecher hat die Musikgesellschaft einen echten Glücksgriff
getätigt. Fischli bot eine eigene Übersetzung der deutschen Loriot-Fassung
dar und konnte dabei auf einen breiten Fundus an Erfahrungen als Schauspieler
zurückgreifen. Auf ironische Art spickte er den Text von "Peter und
der Wolf" mit Ausdrücken aus der jugendlichen Gegenwartssprache, ohne
sich jedoch über sie lächerlich zu machen. Getragen von der Musikgesellschaft
brachte er die Dynamik und Dramatik des Märchens mit einer ausdrucksstarken,
abwechslungsreichen und anpassungsfähigen Sprache zum Ausdruck und trug
wesentlich zum guten Gelingen des Abends bei. --sh
| 14.5.2004 - Anzeiger für das Oberfreiamt |
Musikgesellschaft Muri spielt "Peter und der Wolf"Märchen in Worten und Klängen"Peter und der Wolf - das kenn ich doch von früher", mag es einem durch den Kopf fahren und unweigerlich gesellen sich Erinnerungen aus der Kindergarten- oder Schulzeit dazu. Keineswegs nostalgisch präsentierte sich aber die "Peter und der Wolf"-Aufführung der Musikgesellschaft Muri am vergangenen Wochenende. Der Schauspieler Peter Fischli erzählte das musikalische Märchen mit einer guten Portion "Freiämter-Slang".
"Das gfallt mer ja mega guet", imitierte Peter Fischli die Nonchalance
der Ente, die sich drauf und dran macht, im Teich ein paar Runden zu schwimmen
und noch nichts von ihrem Schicksal ahnt. Der tiefe Klang der Oboe zeugte von
der Ruhe und Bequemlichkeit, mit der die Ente die Dinge der Welt sieht. Wie
allen Figuren des sinfonischen Märchens von Sergej Prokofjew ist ihr ein
eigenes musikalisches Motiv und das passende Instrument zugeteilt. So erzählte
die Musikgesellschaft Muri anhand der Klarinettenmelodie, wie der aufgeweckte
Protagonist Peter durchs Gartentor schreitet und interessiert den Streit zwischen
Vogel und Katze beobachtet. Wie ihn der Grossvater mit der brummligen Stimme
des Fagotts von seinen liebevollen Betrachtungen zurück in den sicheren
Garten ruft, und wie der Wolf, dargestellt durch bedrohliche Waldhornklänge,
sich die Ente als "saftigs Znüni" schnappt. Flüsternd dramatisierte
Fischli die Szene, in der Peter mit Hilfe des Vogels den Wolf austrickst, und
ereiferte sich zusammen mit dem gefangenen Raubtier, das sich nicht mehr aus
seiner Falle befreien kann und schliesslich "total auf den Stümpern'
im Gras nieder sinkt. Aufschreckende Pauken- und Trommelschläge aus der
Rhythmusgruppe kündigten die Ankunft der Jäger an, welche sich aus
der Dorfbeiz hervorwagen und erschrocken in die Luft schiessen. Mit vereinten
Kräften bringen alle zusammen den Wolf wieder in den Wald zurück,
wozu die Musikanten unter der sicheren Leitung von Karl Herzog zur versöhnlichen
Schlussmelodie anstimmten.
Text von Loriot
Für ihre Aufführung wählte die Musikgesellschaft die Textfassung
von Loriot, die der Sprecher Peter Fischli aus Bremgarten, bekannt unter anderem
durch verschiedene Fernsehsendungen wie "Viktors Spätprogramm",
in Mundart übersetzt hat. "Da am Ende alle Tiere leben, wählten
wir aus den unzähligen existierenden Fassungen diese aus", erklärte
Raphael Frey, Vizepräsident der MG Muri. Gemäss Loriot findet sich
nämlich auch die Ente im Bauch des Wolfes recht gut zurecht und streckt
ihrem Peiniger zum Schluss noch in gewohnt trotziger Manier - die Zunge raus.
"Peter und der Wolf" schrieb der russische Komponist Prokofjew eigentlich
für ein Streichorchester. Bis auf die Stimme Peters, die normalerweise
von Violinen gespielt würde, konnte sich die Harmoniemusik Muri an die
Originalbesetzung halten. Dazu war für einzelne Instrumente zusätzliche
Verstärkung nötig. Wie Frey ausführte, entwickle sich die Harmoniemusik
Muri aber kontinuierlich zu einem Blasorchester, zumal etwa die Streichbässe
schon von regulären Mitgliedern gespielt wurden. "Mit einer Blasorchesterbesetzung
können wir in Zukunft noch vermehrt Bezug nehmen auf moderne Literatur.
Das hat aber nichts mit elitären Ansprüchen zu tun; wir sind und bleiben
ein Dorfverein."
Zweites Märchen
Wie die MG Muri als Blasorchester tönt, war zudem in den weiteren Stücken
erlebbar. So bildete "Second Century", ein Konzertmarsch von Alfred
Reed, den rassigen Programmauftakt. Nach dem Musikmärchen erklangen mit
"Disney Fantasy", arrangiert von Naohiro Iwai, abwechslungsreiche
Dixie-Töne, die gewissermassen nochmals den glücklichen Ausgang von
Peters Abenteuer unterstrichen. Etwas strenger dagegen, aber nicht minder anregend
"Strike up the Band" von George & Ira Gershwin, das schnelle und
technische Passagen mit eher getragenen Abschnitten verband. Ein Medley mit
"Over the rainbow" und andern Melodien aus dem Hollywoodmärchen
"Der Zauberer von Oz" rundeten das Programm ab. Vorher war nochmals
Peter Fischli aufgetreten und hatte die Geschichte rund um Dorothy und ihre
drei seltsamen Begleiter in Erinnerung gerufen, so dass sich einmal mehr Erzählung
und Musik hervorragend ergänzten.
Von der hochgradigen Aufführung zeigte sich das Publikum überaus begeistert;
es forderte zwei Zugaben und liess sich zum Schluss sogar zum Mitklatschen hinreissen.
Somit war trotz abgestufter Konzertbestuhlung und elegantem Ambiente nichts
von der Wärme verloren gegangen, die ein Auftritt eines Dorfvereins eben
ausmacht. - Andreas Kaufmann
| 14.5.2004 - Geschäftsblatt |
Ein musikalisches Märchen der
besonderen Art
PK. Die Musikgesellschaft Muri wartete an ihrem
Konzert gleich mit zwei Neuerungen auf: Erstmals trat man mit einem vertonten
Märchen vors Publikum, und dies nicht etwa auf der Bühne, sondern
hinten im Saal, vor einem Vorhang.
Die Bühne wurde zum gestuften Zuhörerraum umgenutzt. Der Raum hinter
dem Vorhang diente als Stehbar.
Begeisternde Darbietung
Unter der Leitung von Karl Herzog eröffnete die Musikgesellschaft
am Samstag den Konzertabend mit dem "Second Century Concert March"
von Alfred Reed. Danach erwarteten die Zuhörer im voll besetzten Fest-saal
mit Spannung die Aufführung des musikalischen Märchens "Peter
und der Wolf" von Sergej Prokofjew. Die Erwartungen wurden mehr als erfüllt.
Als einfühlsamer Sprecher betätigte sich der freischaffende Schau-spieler
Peter Fischli aus Bremgarten. Musikanten und Sprecher verschmolzen zu einem
gut abgestimmten Team. Mit rauschendem Applaus bat das Publikum nach der gelungenen
Darbietung den Dirigenten und den Sprecher gleich zweimal vor. Rassig und abwechslungsreich
ging's weiter mit der "Disney Fantasy" des weltbekannten Komponisten
und Arrangeurs Naohiro Iwai. Mit "Strike up the Band" von George und
Ira Gershwin wurde ein weiterer Glanzpunkt gesetzt. Den fulminanten Schlusspunkt
bildete "Der Zauberer von Oz" von Harold Arien und E. N. Harburg.
Der verdiente Applaus veranlasste die Musikanten zur Zugabe von "Singing
in the Rain" und zur Wiederholung von "Strike up the Band". Das
rundum begeisternde Konzert wurde am Sonntagnachmittag wiederholt.